Anfang September waren wir einige Tage auf Rhodos, einer griechischen Inselgemeinde in der südlichen Ägäis. Wir besuchten die Stadt Rhodos an der Nordspitze der Insel, in der etwa 50.000 Menschen leben.
Inhalt:
Anreise von Berlin nach Rhodos
Mandraki-Hafen und Stadtstrände von Rhodos
Die Altstadt von Rhodos
Die Neustadt von Rhodos
Wanderung zur Akropolis von Rhodos
Gemeinden der Insel Rhodos
| Anreise von Berlin nach Rhodos
Wir starteten morgens am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und erreichten Rhodos (RHO) mittags gegen 12 Uhr, mit einer Zeitverschiebung von einer Stunde. Der Flughafen liegt etwa 15 km von Rhodos-Stadt entfernt und das Taxi in die Neustadt kostete uns 30 Euro. Eine halbe Stunde später kamen wir im Hotel Anastasia an, wo wir die ersten zwei Nächte verbrachten. Nach dem Check-In haben wir die Umgebung erkundet und in der Taverne neben dem Hotel lecker gegessen. Zwei Tage später sind wir in ein Appartement ein paar Straßen weiter umgezogen.






| Mandraki-Hafen und Stadtstrände von Rhodos
Morgens sind wir zuerst an die Hafenpromenade zum Mandraki-Hafen. Dort stehen rund um die Verkündigungskathedrale Verwaltungsbauten der italienischen Kolonialzeit wie u.a. das Rathaus, der Neue Markt (Nea Agora), die Griechische Post (E.L.T.A.) und das Nationaltheater. Anschließend sind zum Elli-Beach, der an der windgeschützten Ostküste vom Hafen bis zur Nordspitze verläuft. Hinter dem Aquarium an der Spitze fanden wir unseren Lost Place, einen Strandabschnitt mit kostenlosen Liegen und Schirmen. Badeschuhe sind für das Schwimmen an den Kiesstränden sehr empfehlenswert. Die Strände an der windigeren Westküste liegen entlang der Küstenstraßen Miaouli und Kanari. Dort dominieren 60er-Jahre-Hotelkomplexe und Baustellen, u.a. von Mitsis– oder Mercure Hotels.






















| Die Altstadt von Rhodos
Die autofreie Altstadt von Rhodos ist eine Festung, die im Mittelalter von Johannitern errichtet und 1988 zum UNESCO–Weltkulturerbe erklärt wurde. Der Großmeisterpalast wurde unter Großmeister Hélion de Villeneuve im 14. Jahrhundert fertig gestellt. Die Ordensritter waren nach ihrer Muttersprache in Ordenszungen eingeteilt, die verschiede Abschnitte der Festungsanlage über 200 Jahre lang ausbauten. Französische und kastilische Ritter sicherten die nördliche Anlage vom Großmeisterpalast bis zum Tor der Heiligen Katharina. Sie beaufsichtigten den Mandraki-Hafen, die Molen mit dem Leuchtturm des heiligen Nikolaos, den Windmühlen und dem Naillac-Turm sowie die nördlichen Stadttore (Amboise-, Paulus-, Arsenal-, Arnaldo-, Thalassini (Meeres) und Panayia Tor). Italienische Ritter überwachten die östliche Küste bis zur Bastion Del Carretto und kontrollierten das Akandia-Tor. Ritter aus England und der Provence wurden für das St.-Johannes-Tor (Rotes Tor, Koskinou-Tor) eingeteilt. An der südlichen Landseite hauten spanische Ritter unter der Krone von Aragon und Ritter aus der Auvergne Trockengräben (Terre pleins) in den Fels und bewachten das Athanasius-Tor bei der spanische Burg. Die deutschsprachige Ordenszunge verwaltete die St. Georgs-Bastion im Westen.














| Die Neustadt von Rhodos
Im Jahr 1523 eroberten Osmanen die Festung und regierten die Stadt fast 400 Jahre lang. Die Christen wurden umgesiedelt und gründeten außerhalb der Stadtmauern Vorstädte (Marasia), die nach ihren jeweiligen Kirchen benannt wurden. Im Mai 1912 landete die Flotte von Generalleutnant Giovanni Battista Ameglio und seinem Vizeadmiral Marcello Amero d’Aste Stella in der Bucht von Kalithea und die osmanischen Truppen zogen sich zwei Wochen später in die Berge um Psithos zurück. Nach dem Italienisch-Türkischen Kriegprägten die Italiener das Stadtbild bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.Sie errichteten das Luxushotel Grande Albergo delle Rose sowie Verwaltungsgebäude an der Hafenpromenade. Um den Verkehrsfluss zum Hafen zu erleichtern, öffneten sie die Stadtmauer und integrierten das Freiheitstor. Nach zwei Jahren deutscher Besatzung und zwei weiteren Jahren britischer Übergangsverwaltung gehört die Insel seit 1948 zu Griechenland.














| Wanderung zur Akropolis von Rhodos
Montag morgens sind wir auf den Hausberg von Rhodos gewandert und haben uns die Tempelruinen der Akropolis angeschaut, die nicht mit der Akropolis von Lindos verwechselt werden sollte, die etwa 45 km von der Stadt entfernt liegt. Der Monte Smith wurde nach dem Admiral Sir Sidney Smith benannt, der dort 1802 einen Beobachtungsposten hatte. Die Akropolis von Rhodos war in der Antike das Stadtzentrum von Rhodos. Auf der oberen Ebene befanden sich unterirdische Kultstätten für Nymphen sowie Tempel für die Götter Athena, Artemis, Zeus und Apollon. Auf der unteren Ebene lagen ein Sportstadion, ein Odeon (Theater), eine Bibliothek und ein Gymnasium. Wir haben dort einige Sportler beobachtet, die morgens im Stadion trainierten und sind anschließend zu unserer Unterkunft zurück gelaufen. Am nächsten Tag haben wir noch Souvenirs besorgt und sind Mittwoch morgens zurück nach Berlin geflogen.











| Gemeinden der Insel Rhodos
Der Sonnengott Helios ist der Schutzpatron von Rhodos und sorgt für mehr als 3.000 Sonnenstunden pro Jahr. Die Insel ist 78 km lang und 38 km breit. Die knapp 1500 km² sind in zehn Gemeindebezirke unterteilt, in denen knapp 116.000 Menschen leben. In den kleinen Bergdörfern und den versteckten Buchten soll das echte Herz der Insel schlagen.


Die Kommentarfunktion ist deaktiviert, aber Trackbacks und Dingbacks sind offen.