Urlaub in Holland – im Centerpark Zandvoort

Mitte August waren wir in den Niederlanden in Holland an der Nordsee.

Der Centerpark Zandvoort in Holland

Wir wohnten in einem Ferienhaus im Centerpark Zandvoort.

Bungalows im Centerpark Zandvoort in Holland
Bungalows im Centerpark Zandvoort in Holland

Unserer Bunglow lag idyllisch an einem künstlich angelegten See. So hatten wir häufig Besuch von Enten und Möwen. Manchmal kam auch der Pfau aus dem Streichelzoo von nebenan.

Comfort-Ferienhaus 331 im Centerpark Zandvoort
Comfort-Ferienhaus 331 im Centerpark Zandvoort
See mit Enten in der Mitte des Centerparks Zandvoort
See mit Enten in der Mitte des Centerparks Zandvoort
Streichelzoo mit Pfauen im Centerpark Zandvoort
Streichelzoo mit Pfauen im Centerpark Zandvoort
Drei Schafe im Streichelzoo im Centerpark Zandvoort
Drei Schafe im Streichelzoo im Centerpark Zandvoort

Im Park gibt es schönes Erlebnisbad (Aqua Mundo) und einen kleinen Supermarkt – beides bis 22:00 Uhr geöffnet. Darüber hinaus kann man viele Aktivitäten zusätzlich buchen.

Cool Factor - Gelände im Centerpark Zandvoort auf dem Laser Battles veranstaltet werden
Cool Factor – Gelände im Centerpark Zandvoort auf dem Laser Battles veranstaltet werden

Das weitläufige Parkgelände ist mit einem Holzzaun eingezäunt.

Holzzaun am Rand des Centerparks Zandvoort
Holzzaun am Rand des Centerparks Zandvoort

Ein Ausgang führt zum Circuit Park Zandvoort – eine von drei Rennstrecken in den Niederlanden.

BMW Driving Experience Slotemakers direkt neben der Rennstrecke Zandvoort
BMW Driving Experience Slotemakers direkt neben der Rennstrecke Zandvoort

Ein anderer Ausgang leitet über eine gelbe Treppe – vorbei am Centerpark Strandhotel – zum Nordseestrand.

Gelbe Treppe zum Centerpark Strandhotel Zandvoort
Gelbe Treppe zum Centerpark Strandhotel Zandvoort

 

Das Centerpark Strandhotel in Zandvoort in Holland
Das Centerpark Strandhotel in Zandvoort in Holland

Der Nordsee-Strand in Zandvoort

Zandvoort bietet einen kilometerlangen, sauberen Strand – bei 19 Grad relativ leer :-).  Bei Ebbe kann man weit ins Wasser hineinlaufen.

Die Nordsee in Holland - Strand in Zandvoort bei Ebbe
Die Nordsee in Holland – Strand in Zandvoort bei Ebbe

Das Essensangebot in Zandvoort ist überschaubar – frittiert oder Pfannkuchen.

Werbeschild an der Fischbude "De Zeemeermin Fish & Snacks" an der Strandpromenade von Zandvoort
Werbeschild an der Fischbude “De Zeemeermin Fish & Snacks” an der Strandpromenade von Zandvoort
Bunt bemalte Bank an der Strandpromenade von Zandvoort
Bunt bemalte Bank an der Strandpromenade von Zandvoort

Zandvoort aan Zee in Holland

Das ehemalige Fischerdorf Zandvoort wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und mit Plattenbauten wieder aufgebaut.

Zandvoort, North Holland, the Netherlands im Dezember 2007 - Foto von Robert Jaarsma
Zandvoort, North Holland, the Netherlands im Dezember 2007 – Foto von Robert Jaarsma
leerstehender Plattenbau in Zandvoort
leerstehender Plattenbau in Zandvoort

Im Zentrum des Ortes gibt es einige schöne Gassen.

Kleine Gasse in Zandvoort
Kleine Gasse in Zandvoort

Vom  Juli bis November findet in Zandvoort die fünfte Europameisterschaft im Sandskulpturen-Bauen statt.

Sandskulptur vor dem Rathaus in Zandvoort
Sandskulptur vor dem Rathaus in Zandvoort
Zug am Bahnhof von Zandvoort am Zee
Zug am Bahnhof von Zandvoort am Zee

Ein Bummel durch die Hauptstadt Amsterdam

Mit dem Zug waren wir in 30 Minuten am Bahnhof Amsterdam Centraal – mitten im  Zentrum von Amsterdam direkt am Grachtengürtel.

Elefantenskulptur auf dem Anlegesteg für Sportboote in der Nähe des Bahnhofs Amsterdam Centraal
Elefantenskulptur auf dem Anlegesteg für Sportboote in der Nähe des Bahnhofs Amsterdam Centraal
Fahrräder und ein Hausboot an einer Gracht in Amsterdam
Fahrräder und ein Hausboot an einer Gracht in Amsterdam
schön bepflanztes Hausboot an einer Gracht in Amsterdam
schön bepflanztes Hausboot an einer Gracht in Amsterdam
noch ein Hausboot vor einer typischen Grachtenhhausfassade in Amsterdam
noch ein Hausboot vor einer typischen Grachtenhhausfassade in Amsterdam

Der äußerste Kanal ist die Prinsengracht. Dort befindet sich das Anne Frank Haus, indem sich Anne Frank versteckte und ihr Tagebuch schrieb.

Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht in Amsterdam im März 2009 - Foto von Massimo Catarinella
Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht in Amsterdam im März 2009 – Foto von Massimo Catarinella
Coffeeshop "het groene wout" in der Prinsengracht in Amsterdam
Coffeeshop “het groene wout” in der Prinsengracht in Amsterdam
Schaufenster des Restaurants <a href="https://rainarai.nl/" target="_blank" rel="noopener">Raïnaraï</a> in der Prinzengracht - vegane glutenfreie algerische Küche
Schaufenster des Restaurants Raïnaraï in der Prinzengracht – vegane glutenfreie algerische Küche

Die Holländer sind sehr entspannt und die Hauptstadt ist charmant.

Paris – wieder in Montmartre

In den Sommerferien waren wir wieder im Citadines Montmartre in Paris.  Die Unterkunft liegt im 18. Arrondissement de la Buttes-Montmartre.

Paris hat zwanzig Stadtbezirke (Arrondissements).  Die letzten beiden Ziffern der Pariser Postleitzahlen zeigen die Nummer des jeweiligen Arrondissements. (Einen Brief nach Montmartre geht an die Postleitzahl  75018). Auf den Parisern Straßenschildern findet man oben die Nummer des Arrondissements, in dem sich die Straße befindet.

Straßenschild "Avenue des Champs-Élysées" in Paris
Straßenschild “Avenue des Champs-Élysées” in Paris

Alle Arrondissements sind in jeweils vier Quartiere unterteilt. Das 18. besteht aus den Quartieren  La Goutte d’Or (71), La Chapelle (72) , Clignancourt (70) und Grandes-Carrières (69). Wir wohnten im Quartier 69.

Anreisetag – Zurück in Montmartre

Gleich nach der Ankunft sind wir mit der Funiculaire zur Basilika Sacré-Cœur hoch gefahren. Oben auf dem Hügel genossen wir einen herrlichen Blick über die weißen Dächer der Stadt.

Ausblick von Sacre-Coeur über die Dächer von Paris
Ausblick von Sacre-Coeur über die Dächer von Paris

Dann sind wir durch die kleinen Gassen von Montmartre gebummelt. Wir haben den Künstlern am Place du Tertre bei der Arbeit zugeschaut und  interessante Streetart-Kunstwerke gesehen.

Hausruine mit Graffitis im Quartier Clignancourt in Montmartre
Hausruine mit Graffitis im Quartier Clignancourt in Montmartre
Liebesbotschaft "mon coeur est a toi" an einer Hauswand im Quartier des Grandes-Carrières in Montmartre
Liebesbotschaft “mon coeur est a toi” an einer Hauswand im Quartier des Grandes-Carrières in Montmartre
Kunstwerk von <a href="https://jodibona.com/" target="_blank" rel="noopener">Jo Di Bona</a> an einer Mauer im Quartier Clignancourt in Montmartre
Kunstwerk von Jo Di Bona an einer Mauer im Quartier Clignancourt in Montmartre

Neben dem Hotel liegt ein wunderschöner Friedhof,  auf dem viele bekannte Persönlichkeiten begraben liegen.

Friedhof Montmartre im Quartier des Grandes-Carrières - Grab des französischen Regisseurs Jean Daniel Cadinot
Friedhof Montmartre im Quartier des Grandes-Carrières – Grab des französischen Regisseurs Jean Daniel Cadinot
Friedhof Montmartre im Quartier des Grandes-Carrières - Grab des französischen Malers <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Gustave_Achille_Guillaumet" target="_blank" rel="noopener">Gustave Achille Guillaumet</a>
Friedhof Montmartre im Quartier des Grandes-Carrières – Grab des französischen Malers Gustave Achille Guillaumet

Tag 1 – Quer durch drei Arrondissements zum Eiffelturm

Morgens sind wir über den Boulevard de Clichy gelaufen, der mittlerweile stärker befahren ist als auf dem Bild von Vincent van Gogh.

Boulevard de Clichy - Bgemalt von Vincent van Gogh, 1887
Boulevard de Clichy – Bgemalt von Vincent van Gogh, 1887

Am Place de Clichy treffen das achte, das neunte, das siebzehnte und das  achtzehnte Arrondissement zusammen. Am Boulevard de Clichy – bei der Metrostation Blanche – liegt das Rotlichtviertel Pigalle. Bekannt für seine rote Mühle,  dem Varieté Moulin Rouge. Um die Ecke in der Rue Lepic gibt es eine  Boulangerie mit sehr leckeren Baquettes.

Metallapfel auf dem Boulevard de Clichy - Kunstwerk des französischen Künstlers <a href="http://www.franckscurti.net/" target="_blank" rel="noopener">Franck Scurti</a>
Metallapfel auf dem Boulevard de Clichy – Kunstwerk des französischen Künstlers Franck Scurti
Ein Gesicht im Apfel - Detail des Kunstwerk des französischen Künstlers Franck Scurti
Ein Gesicht im Apfel – Detail des Kunstwerk des französischen Künstlers Franck Scurti
Das Varieté Moulin Rouge am Boulevard de Clichy in Montmartre
Das Varieté Moulin Rouge am Boulevard de Clichy in Montmartre
Nachtclub <a href="https://de-de.facebook.com/foliespigalleparis/" target="_blank" rel="noopener">Folies Pigalle</a> am Boulevard de Clichy in Montmartre
Nachtclub Folies Pigalle am Boulevard de Clichy in Montmartre

Anschließend sind wir gen Süden nach  l’Opéra, dem  9. Arrondissement. Dort sind wir durch die – noch verschlafenen – Straßen der Quartiere Saint-Georges und Rochechouart spaziert. Viele Bars öffnen erst abends.

Platz José-Rizal im Quartier de Rochechouart im 9. Arronsissement l’Opéra
Platz José-Rizal im Quartier de Rochechouart im 9. Arronsissement l’Opéra
Woodstock Hostel in der Rue Rodier im Quartier Rochechouart
Woodstock Hostel in der Rue Rodier im Quartier Rochechouart
Boulangerie in der Rue Rodier im Quartier Rochechouart
Boulangerie in der Rue Rodier im Quartier Rochechouart

Am Nachmittag  sind wir mit dem 30er Bus ins 8. Arrondissement de l’Élysée gefahren und haben uns den Arc de Triomphe angeschaut.

Arc de Triomphe de l’Étoile im Quartier des Ternes in Paris
Arc de Triomphe de l’Étoile im Quartier des Ternes in Paris
Arc de Triomphe de l’Étoile im Quartier 65 in Paris
Arc de Triomphe de l’Étoile im Quartier 65 in Paris

Anschließend sind wir über die Champs-Élysées  ins  7. Arrondissement du Palais Bourbon gelaufen. Der Eiffelturm liegt im Quartier du Gros-Caillou. Trotz Hitze und streikbedingten langen Wartezeiten an den Aufzügen haben wir es diesmal bis in die oberste Etage des Eiffelturms geschaftt.

Paris - Der Eiffelurm
Paris – Der Eiffelurm
Ausblick aus der 3. Etage des Eiffelturms auf Trocadero
Ausblick aus der 3. Etage des Eiffelturms auf Trocadero
Ausblick aus der 3. Etage des Eiffelturms auf die Seine
Ausblick aus der 3. Etage des Eiffelturms auf die Seine
Eine Ecke zum Küssen auf der 3. Etage des Eiffelturms
Eine Ecke zum Küssen auf der 3. Etage des Eiffelturms

Tag 2 – Centre Pompidu und Marais

Am nächsten Tag sind wir mit der Metro ins 4. Arrondissement de l’Hôtel de Ville  gefahren.  Zuerst ins Centre Pompidu – dem Museum für moderne Kunst – im Quartier Beaubourg.

Das Centre Georges-Pompidou im Quartier Beaubourg. in Paris
Das Centre Georges-Pompidou im Quartier Beaubourg. in Paris
Holo-Schuhe im Centre Pompidu - 3D Druck von Francis Bitonti
Holo-Schuhe im Centre Pompidu – 3D Druck von Francis Bitonti
Centre Pompidu - Kunstwerk von Jean-Michel Othoniel
Centre Pompidu – Kunstwerk von Jean-Michel Othoniel
Centre Pompidu - kunstvolles Sofa
Centre Pompidu – kunstvolles Sofa
Skulptur im Strawinski-Brunnen vor dem Centre Pompidu
Skulptur im Strawinski-Brunnen vor dem Centre Pompidu
Aussichtsplattform im Centre Pompidu
Aussichtsplattform im Centre Pompidu
Centre Pompidu - Le magasin de Ben
Centre Pompidu – Le magasin de Ben

Anschließend sind wir durch das jüdische Viertel Marais bis zur Kathedrale Notre-Dame spaziert. (Zur Info: Der Kölner Dom ist höher :-))

Schaufenster der Bäckerei "Legay Choc" im Marais
Schaufenster der Bäckerei “Legay Choc” im Marais
Paris - Kathedrale Notre-Dame
Paris – Kathedrale Notre-Dame

Tag 3 – Louvre und Rue de Rivoli

Der Louvre liegt im 1. Arrondissement du Louvre – direkt an der Seine. Wir haben uns den imposanten Innenhof angesehen und die Glaspyramide bewundert.

Eingang des Louvre an der Rue de Rivoli
Eingang des Louvre an der Rue de Rivoli
Innenhof des Louvre
Innenhof des Louvre
Glaspyramide im Innenhof des Louvre
Glaspyramide im Innenhof des Louvre
Eingang zum Louvre am Quai François Mitterrand
Eingang zum Louvre am Quai François Mitterrand

Dann haben wir uns beim Shoppen in der Rue de Rivoli verlaufen und sind im Forum des Halles – einem unübersichtlichen Einkaufszentrum – gelandet. Dort hat es uns nicht gefallen.

Künstlerhaus 59 Rivoli in der Rue de Rivoli in Paris
Künstlerhaus 59 Rivoli in der Rue de Rivoli in Paris
Inneneinrichtung eines Ladens der Modekette Monkey in der Rue de Rivoli in Paris
Inneneinrichtung eines Ladens der Modekette Monki in der Rue de Rivoli in Paris

Paris – das nächste Mal ins Quartier Latin und zum Canal Saint-Martin

Misdroy an der polnischen Ostsee

Das erste Wochenende der diesjährigen Sommerferien führte uns  nach Misdroy (Międzyzdroje) – eine kleine polnische Stadt auf der Insel Wollin. Unser  Apartment lag zentral nahe der Strandpromenade.

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Der Badestrand in Misdroy

Der Strand in Misdroy ist im Sommer voll. Er ist in die Strandabschnitte A bis M unterteilt, von denen die mittleren in der Hauptsaison von Rettungsschwimmern bewacht werden. (Die Agentur WebCamera Media in Krakau bietet einen Webcam-Service mit mit Live-Bildern. ) Die rote Fahne am Strandposten signalisiert Badeverbot. Bei weißer Flasgge ist die Ostsee zum Baden freigegeben.

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Ein touristisches Highlight in Misdroy ist die knapp 400 m lange Seebrücke – die Mole.  (In der Hauptsaison sehr gut besucht wie man auf dem 360-Grad Panorama  der Webseite 360cities.net sieht :-).)

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Die Strandpromenade in Misdroy

Rummel auf der Strandpromenade

Auf der zwei Kilometer langen Promenade geht es in der Hochsaison zu wie auf einem Jahrmarkt. Restaurants, Spielautomaten, Souvenirshops und unzählige Eis – und Waffelbuden. (sehr lecker :-)). Stark beworben werden  Spiegelkabinett und Oceanarium.

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Das Festival der polnischen Stars

Vor dem Amber Baltic Hotel fand das 23. Festiwal Gwiazd statt. Eine wichtige Kultur-Veranstaltung in Polen .  Auf dem polnischen „Walk of Fame“ – der Aleja Gwiazd (Avenue der Sterne) – verewigen sich einheimische Stars mit einem Handabdruck in Bronze.  Mittlerweile gibt es dort fast zweihundert Abdrücke.  Einige Prominente bekommen sogar eigene Statuen.

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Transparente zur Ehrung der 2012 verstorbenen polnischen Sängerin Irena Jarocka
Transparente zur Ehrung der 2012 verstorbenen polnischen Sängerin Irena Jarocka
Statue "Irena Jarocka" des polnischen Bildhauers Michał Pronobis
Statue “Irena Jarocka” des polnischen Bildhauers Michał Pronobis
Statue des polnischen Schauspielers und Regisseurs Jan Machulski
Statue des polnischen Schauspielers und Regisseurs Jan Machulski
Handabdruck des polnischen Schauspielers Piotr Machalica auf dem Walk of Fame in Misdroy
Handabdruck des polnischen Schauspielers Piotr Machalica auf dem Walk of Fame in Misdroy
Statue eines mir unbekannten polnischen Stars - ein Poet?
Statue eines mir unbekannten polnischen Stars – ein Poet?

Schattige Parks und eine Fußgängerzone

Um die Promenade herum findet man in den fantasievoll gestalteten Parks immer ein schattiges Plätzchen. Gleich hinter dem  Kurpark liegt die kleine Innenstadt. Die Pizzaria  Dolce Vita in der Fußgängerzone am Neptun Platz bietet einen sehr guten Rosé-Sekt an – serviert auf polnische Art mit Beeren.

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Chopin-Denkmal im Kurpark Fryderyk Chopin
Chopin-Denkmal im Kurpark Fryderyk Chopin

Direkt vor unserem Apartement liegt ein schöner Outdoor-Fitnesspark. Die Geräte der polnischen Firma Herkules konnten gratis genutzt werden.

"Herkules-Fahrrad

Die Strandpromenade weiter GEN Osten

Am östlichen Ende der Promenade gibt es einen kleinen Fischereihafen mit zwei Booten. Ob beide noch fahrtüchtig sind?

Ein grünes Boot im Fischereihafen von Misroy
Ein grünes Boot im Fischereihafen von Misroy
Ein schwarzes Boot im Fischereihafen von Misroy
Ein schwarzes Boot im Fischereihafen von Misroy

In einem ehemaligen Seerettungshaus befindet sich das Fischrestaurant Port. Wir haben dort gut gesessen und fein Fisch gegessen.

"Kleiner

"Segelboot

Ein paar Schritte weiter kann man günstig geräucherten Fisch essen und kaufen. Einige Stände verschweißen ihn auch in Vakuumverpackungen. Leider haben wir keine “Fischbötchen to go” gefunden. :-(.

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"FischImbiss

"Hinteringang

Der Kawcza Góra (Kaffeeberg)

Zu guter Letzt – am Ende des Strandes –  kommt man an eine steile Treppe zum etwa sechzig Meter hohen Kaffeeberg. Oben am Aussichtspunkt stehen mehrere Gedenksteine.

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Gedenkstein der deutsch-polnischen Förster auf dem Kaffeeberg
Gedenkstein der deutsch-polnischen Förster auf dem Kaffeeberg
Älterer Gedenkstein der von polnischen Förstern aus der Ostsee geborgen wurde
Älterer Gedenkstein der von polnischen Förstern aus der Ostsee geborgen wurde

Wir sind dann durch den Buchenwald des Nationalparks Wolin zurück zur Promenade gelaufen. Die Wanderwege im Park sind gut ausgeschildert. Wir haben es aber nicht bis zum Wisentgehege geschafft :-(.

Aussichtspunkt im Naturpark Wollin
Aussichtspunkt im Naturpark Wollin

 

Ruhesuchende sollten Misdroy im Sommer besser meiden 🙂

Impressionen aus der Camargue

Der Geburtstag meiner Freundin führte mich nach Südfrankreich in die  Provence. Dort feierten wir bei Brigitte in der Camargue.

Rosa Flamingos

Das Naturschutzgebiet ist eine riesige Schwemmlandebene aus Sand, Schlamm und Kieselsteinen, die von der Rhône ins Mittelmeer geschoben wird. An den salzigen Strandseen im Naturpark Camargue leben u. a. rosa Flamingos.

Rosa Flamingos am Ufer eines flachen Salzsees im Naturpark
Rosa Flamingos am Ufer eines flachen Salzsees im Naturpark
Naturpark Camargue - am Ufer eines Salzsees
Naturpark Camargue – am Ufer eines Salzsees

Weiße Pferde und schwarze Stiere

Typisch für die Region ist die Zucht weißer Camargue-Pferde  und schwarzer Camargue-Stiere. Es gibt dort wild lebende Pferde-Herden. Die Stiere werden bei unblutigen Stierkämpfen eingesetzt und ihr Fleisch gilt als provenzalische Spezialität.

weißes Camarque Pferd in der Gegend um Astouin
weißes Camarque Pferd in der Gegend um Astouin
Schwarze Camargue-Stiere - Foto von Dr. Bernd Gross im August 2010
Schwarze Camargue-Stiere – Foto von Dr. Bernd Gross im August 2010
Felder in der Gegend um Astouin
Felder in der Gegend um Astouin
Gräser in der Gegend um Astouin
Gräser in der Gegend um Astouin

Alleine in Saintes-Marie-de-la-Mer

Nach ein paar Kilometern durch den Naturpark erreicht man die Kleinstadt Saintes- Maries-de-la-Mer am Mittelmeer.

Einsamer Strand in der Nebensaison in Saintes-Maries-de-la-Mer
Einsamer Strand in der Nebensaison in Saintes-Maries-de-la-Mer
Einsame Promenade in der Nebensaison in Saintes-Maries-de-la-Mer
Einsame Promenade in der Nebensaison in Saintes-Maries-de-la-Mer
Einsamer Dorfplatz in der Nebensaison in Saintes-Maries-de-la-Mer
Einsamer Dorfplatz in der Nebensaison in Saintes-Maries-de-la-Mer
Hundetoilette am Hafen in Saintes-Maries-de-la-Mer
Hundetoilette am Hafen in Saintes-Maries-de-la-Mer

Ein Spaziergang durch Arles

Nördlich von Astouin liegt die alte Römerstadt Arles. Der Maler Vincent van Gogh hat hier ein Jahr lang gelebt und viele seiner Bilder gemalt.

“Blick auf Arles” im April 1889 – Öl auf Leinwand von Vincent van Gogh

Neben der Vincent van Gogh Foundation befindet sich in Arles die einzige Hochschule für Fotografie in Frankreich.

Arles - Vor der Fondation van Gogh
Arles – Vor der Fondation van Gogh
Arles - Tor der École Nationale Supérieure de la Photographie (ENSP) - gegenüber der Fondation van Gogh
Arles – Tor der École Nationale Supérieure de la Photographie (ENSP) – gegenüber der Fondation van Gogh

 

In der Stadt gibt es viele antike Bauwerke. Das Amphitheater wird heute für Aufführungen und Stierkämpfe genutzt.

Arles - Platz vor dem Amphitheater 01
Arles – Platz vor dem Amphitheater 01
Arles - Platz vor dem Amphitheater 02
Arles – Platz vor dem Amphitheater 02

Die Camargue – eine abwechlungreiche rauhe Landschaft mit sehr intensiven Farben. Achtung: Viel Wasser – viele Mücken 🙂

Lichterfest in Berlin und alles leuchtet wieder bunt

Das Lichterfest in Berlin fand auch in diesem Jahr in den ersten beiden Oktoberwochen statt. Der Verein BERLIN leuchtet e.V.  startete seine Illuminationen  am 29. September.  Eine Woche später begann  das 13. Festival of Lights  unter dem Motto CREATING TOMORROW. Leider war es meist regnerisch und kalt.

Das Lichterfest in Berlin vom Schiff aus

Meine Freundin und ich haben die Beleuchtung vom Wasser aus betrachtet. Dem Wetter zum Trotz machten wir eine abendliche Tour mit einem Schiff der Reederei Riedel – der FMS Rummelsburg.

Beleuchtung 1 der FMS Rummelsburg
Lichterfest in Berlin – Beleuchtung 1 der FMS Rummelsburg
Beleuchtung 2 der FMS Rummelsburg
Die zweite Beleuchtung der FMS Rummelsburg
Lichterfest in Berlin - Beleuchtung 3 der FMS Rummelsburg
Dritte Beleuchtung der FMS Rummelsburg

Vor dem Schloss Bellevue

Zum ersten Mal  wurde das Schloss Bellevue illuminiert. An drei Abenden projizierten  Video-Künstler  ihre Ideen zum Thema „Demokratie“ auf die Fassade. Per Online-Voting wurde das Video der Siegerin Tina Zimmermann bestimmt.

Lichterfest in Berlin - Schloss Bellevue - Sonderaward Demokratie
Lichterfest in Berlin – Schloss Bellevue – Sonder-Award Demokratie

Erneut waren die  Wächter der Zeit des Lichtkünstlers Manfred Kielenhofer unterwegs.

Lichterfest in Berlin - Schloss Bellevue - Die Wächter der Zeit
Schloss Bellevue – Die Wächter der Zeit
Lichterfest in Berlin - Schloss Bellevue - Ein Wächter auf einem Motorrad
Schloss Bellevue – Ein Wächter auf einem Motorrad

Rund um den Potsdamer Platz

Am Marlene-Dietrich-Platz war alles hell erleuchtet. Direkt vor dem Spielcasino – kommerziell arrangiert – konnte man beeindruckende Riesenhasen der australischen Künstlerin Amanda Parer bewundern.

Lichterfest in Berlin - Bunny am Marlene-Dietrich-Platz
Lichterfest in Berlin – Bunny am Marlene-Dietrich-Platz
Lichterfest in Berlin - Noch ein Bunny am Marlene-Dietrich-Platz
Noch ein Bunny am Marlene-Dietrich-Platz
Lichterfest in Berlin - Das dritte Bunny am Marlene-Dietrich-Platz
Das dritte Bunny am Marlene-Dietrich-Platz

Daneben befand sich die Installation “Monoliths” von Malte Kebel .

Lichterfest in Berlin - Installation MONOLITHS von Malte Kebbel auf dem Marlene-Dietrich-Platz
Lichterfest in Berlin – Installation MONOLITHS von Malte Kebbel auf dem Marlene-Dietrich-Platz
Lichterfest in Berlin - Ein MONOLITH von Malte Kebbel auf dem Marlene-Dietrich-Platz
Ein MONOLITH von Malte Kebbel auf dem Marlene-Dietrich-Platz

Vor dem  S-Bahnhof Potsdamer Platz lief man über eine sommerliche Blumenwiese.

Lichterfest in Berlin - Projektion "Sommerliche Blumenwiese" am Potsdamer Platz
Lichterfest in Berlin – Projektion “Sommerliche Blumenwiese” am Potsdamer Platz

Das Gebäude der Botschaft der Republik Singapur  in der Voßstraße war Kulisse eines Nachwuchswettbewerbes für Lichtkünstler. Der derzeitige Botschafter Laurence Bay Siow Hon initiierte den New-Talent-Award  „Multikulturalismus“. Gewinnerin des Awards wurde Tatjana Danilov.

Lichterfest in Berlin - Botschaft von Singapur - Illumination von Tatjana Danilov
Lichterfest in Berlin – Botschaft von Singapur – Illumination von Tatjana Danilov
Lichterfest in Berlin - Botschaft von Singapur - Illumination von Friederike Neumann
Botschaft von Singapur – Illumination von Friederike Neumann

An der nächsten Straßenecke wurde das Standbild „70 Jahre Marshall Plan“ auf die amerikanische Botschaft projiziert.

Lichterfest in Berlin - amerikanische Botschaft - „70 Jahre Marshall Plan“
Lichterfest in Berlin – amerikanische Botschaft – „70 Jahre Marshall Plan“

Am Brandenburger Tor

SAMSUNG und Berlin Partner bestrahlten das Brandenburger Tor  mit tausenden freundlichen  Emojis. Diese sollten ein modernes Deutschland repräsentieren?!

Lichterfest in Berlin am Brandenburger Tor - Gesichter des SAMSUNG „Land of Emojis“
Lichterfest in Berlin am Brandenburger Tor – Gesichter des SAMSUNG „Land of Emojis“ – zum Video auf Youtube

Auf dem Breitenscheidplatz

In der City West stellte Amnesty International beleuchtete Wassertanks aus. Die kubische Skulptur „Freiheit“ von Balestra Berlin war in der Türkei inhaftierten Menschenrechtlern gewidmet. Unter anderem der Amnesty-Direktorin İdil Eser, dem Amnesty-Vorstand Taner Kılıç und dem Berliner Aktivisten Peter Steudtner.

Lichterfest in Berlin - Installation Freiheit vor der Gedächtniskirche am Breitenscheidplatz
Installation Freiheit vor der Gedächtniskirche am Breitenscheidplatz – zum Video auf Youtube

In diesem Jahr sehr kommerziell mit wenig Innovation – und das bei Regen 🙂

Bundestagswahl 2017 in Moabit

Am 24. September 2017 war Bundestagswahl. Deutschlandweit wurde der 19. Bundestag gewählt – also die Politiker, die das Land in den nächsten vier Jahre regieren sollen. Moabit liegt im Wahlkreis 075 Berlin-Mitte – dort wo sich Reichstag und Parlamentsgebäude befinden. Der Wahlkreis 075 wurde in 226 Urnen- und Briefwahlbezirke unterteilt.

Wahlzettel mit Erst- und Zweitstimme
Wahlzettel mit Erst- und Zweitstimme

In Deutschland gibt es knapp 300 Wahlkreise mit je etwa 250.000 Menschen. Alle Wahlberechtigten konnten zwei Stimmen abgeben.  Mit der Erststimme wählte man seinen Direktkandidaten, der den jeweiligen Wahlkreis im Bundestag vertreten soll. Mit der Zweitstimme entscheidet man, welche Partei mit wie vielen Sitzen in den Bundestag bekommt. So wird am Ende festgelegt, welche Partei regieren darf und wer den Bundeskanzler stellt.

Bundestagswahl in 075 Berlin-Mitte

Im Wahlkreis 075 haben knapp 150000 gewählt – eine Wahlbeteiligung von 73,4%. Direktkandidatin für Mitte mit 23,5 % der Erststimmen wurde die Juristin Dr. Eva Högl von der SPD. Der vollständige Name der gebürtigen Osnabrückerin lautet Dr. Eva Alexandra Ingrid Irmgard Anna Högl geborene Kampmeyer.

Eva Högl (SPD)
Eva Högl (SPD)

Dicht gefolgt von Stephan Rauhut (DIE LINKE), Frank Henkel  (CDU) und
Özcan Mutlu (GRÜNE). Beatrix von Storch (AfD) und Dr. Katharina Ziolkowski (FDP) erzielten in Mitte weniger als 10 %.

Verteilung der Erststimmen 2017 in Berlin Mitte
Verteilung der Erststimmen 2017 in Berlin Mitte

Für die Zweitstimmen standen die Regierungsparteien CDU und SPD sowie die Oppositionsparteien GRÜNE und DIE LINKE zur Verfügung. Weiterhin stellten sich  FDP, AfD und 19 weitere Parteien zur Wahl. Gewonnen hat in Mitte DIE LINKE mit knappen 21,4 %. Sie wird in der kommenden Wahlperiode mit 69 Politikern im Bundestag vertreten sein.

Verteilung der Zweitstimmen 2017 in Berlin Mitte
Verteilung der Zweitstimmen 2017 in Berlin Mitte

Moabiter Bundestagswahl 2017

Dieses Mal deutlich mehr für “DIE LINKE” und viel weniger “SPD” als im letzten Jahr bei der Landtagswahl.

Ergebnis der 19. Bundestagswahl 2017 in Moabit
Ergebnis der 19. Bundestagswahl 2017 in Moabit

Brüsseler Kiez

Im Brüsseler Kiez rund um Beuth-Hochschule und Virchow-Klinikum im Wedding wurde in der Ernst-Schering-Schule, dem Rathaus Wedding und in der Schiller-Bibliothek gewählt.

  • 428 359 Stimmen: DIE LINKE (21,7 %), Eva Högl (25,6%)
  • 427 – 390 Stimmen: DIE LINKE (23,6 %), Eva Högl (27,4%)
  • 426586 Stimmen: DIE LINKE (29,5 %), Stephan Rauhut (26,6%)
  • 425– 669 Stimmen: DIE LINKE (26,9 %), Stephan Rauhut (23,5 %)
  • 424– 624 Stimmen: DIE LINKE (22,4 %), Eva Högl (26,8%)

Moabit- West

Westlich der Beusselstraße wurden im Jugendhaus B8 und im Moabiter Stadtschloss wurden knapp 1700 Stimmen abgegeben.

  • 400– 627 Stimmen: DIE LINKE (21,7 %), Eva Högl (23,1 %)
  • 401455 Stimmen: GRÜNE (23,9 %), Stephan Rauhut (27,8 %)
  • 402611 Stimmen: DIE LINKE (24,8 %), Stephan Rauhut (26,6 %)

Östlich der Beusselstraße in der Gegend zwischen den U-Bahnhöfen Birken – und Turmstrasse wählten die Menschen in sechs Wahllokalen: In der katholischen Schule St. Paulus, der Carl-Bolle-Schule, der Kita in der Emdener Str., im  Rathaus Tiergarten am Mathilde-Jacob-Platz, am Grundschulteil der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule und im Wolfgang-Scheunemann-Haus in der Bredowstraße.

  • 403498 Stimmen: DIE LINKE (23,2 %), Stephan Rauhut (25,5 %)
  • 404 345 Stimmen: DIE LINKE (28,6 %), Stephan Rauhut (29,9 %)
  • 405 396 Stimmen: SPD (21,9 %), Stephan Rauhut (25,5 %)
  • 406446 Stimmen: GRÜNE (21,5 %), Eva Högl (26,2 %)
  • 407632 Stimmen: GRÜNE (19,4 %), Eva Högl (22,6 %)
  • 408547 Stimmen: DIE LINKE (25,5 %), Stephan Rauhut (26,5 %)
  • 409491 Stimmen: DIE LINKE (23,5 %), Eva Högl (25,7 %)
  • 410  – 652 Stimmen: GRÜNE (24,4 %), Stephan Rauhut (25,9 %)
  • 411  – 513 Stimmen: DIE LINKE (22,8 %), Eva Högl (26,9 %)
  • 412  – 452 Stimmen: DIE LINKE (27,3 %), Stephan Rauhut (24,6 %)
  • 413  – 404 Stimmen: DIE LINKE (21,4 %), Stephan Rauhut (23 %)
  • 417 532 Stimmen: SPD (21,7 %), Eva Högl (24,6 %)

Stephanskiez

Rund um den Stephanplatz wählten die Menschen in der Hedwig-Dohm-Schule, in der Bruno-Lösche-Bibliothek und am Oberschschulteil der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule.

  • 414  – 419 Stimmen: GRÜNE (24,4 %), Özcan Mutlu (25,1 %)
  • 415  – 467 Stimmen: DIE LINKE (22,5 %), Stephan Rauhut (24,6 %)
  • 416  – 550 Stimmen: SPD (19,5 %), Eva Högl (24,7 %)
  • 419  – 656 Stimmen: DIE LINKE (26,1 %), St. RauhutE. Högl (24,5 %)
  • 420  – 539 Stimmen: GRÜNE (22,2 %), Eva Högl (22,8 %)
  • 422  – 442 Stimmen: DIE LINKE (26 %), Stephan Rauhut (25,1 %)

Moabit-Ost

Hier wählten die Wähler in der Kita Rathenower Str. und im Grünflächenamt in der Turmstraße.

  • 418– 442 Stimmen: DIE LINKE (19,5 %), Eva Högl (28,8 %)
  • 421 – 430 Stimmen: DIE LINKE (20,2 %), Eva Högl (23 %)
  • 423  – 407 Stimmen: SPD (21 %), Eva Högl (27,5 %)

Moabiter Briefwähler

Die Moabiter Briefwähler aus Zone 14  (14A14C und 14D sprachen sich mehrheitlich für die GRÜNEN und Özcan Mutlu aus. In der Gegend um  Oldenburger – und Waldstraße (Zone 14B ) lag Eva Högl vorne. Sie gewann ebenfalls in der Gegend rund um die JVA (Zone 14E). Dort wurde DIE LINKE stärkste Partei.

 

Slowenien – Sommerurlaub an der Adriaküste

Liegt Slowenien am Meer?  Ja! Das Land hat zwischen Italien und Kroatien 47 km Adriaküste. Die größte Küstenstadt ist Koper. Neben mehreren Shopping-Centern gibt es einen goßen Frachthafen – der einzige im Land.

Slowenien - Shopping-Center Planet Tus in Koper
Slowenien – Shopping-Center Planet Tus in Koper

Piran – Altstadt mit Meer von allen Seiten

Wir waren eine Woche im etwa 15 km entfernten Küstenort Piran. Unser Apartment Bella Vista hatte eine tolle Lage direkt am Meer :-).

Slowenien Piran - Badestelle vorm Bella Vista-Apartment
Slowenien Piran – Badestelle vorm Bella Vista-Apartment

Die Promenade war während der Sommerferien gut besucht. Die in- und ausländische Touristen sonnten sich auf den Steinen, tranken Cocktails und machten Selfies. Abends bestaunten viele den Sonnenuntergang vor dem Leuchtturm und einige bemalten die Mauer in der hinterste Ecke. Das europäische Publikum war gemischt, entspannt und sehr modern. (WLAN war überall verfügbar :-))

Slowenien - Promenade in Piran
Slowenien – Promenade in Piran
Slowenien - Piraner Leuchtturm an der Spitze der Promenade
Slowenien – Piraner Leuchtturm an der Spitze der Promenade
Slowenien - Fisch Graffiti am letzten Ende der Promenade in Piran
Slowenien – Fisch Graffiti am letzten Ende der Promenade in Piran
Slowenien - Graffiti Teufel am letzten Ende der Promenade in Piran
Slowenien – Graffiti Teufel am letzten Ende der Promenade in Piran
Slowenien - Graffiti Boot Totenkopf am letzten Ende der Promenade in Piran
Slowenien – Graffiti Boot Totenkopf am letzten Ende der Promenade in Piran

Die kleine Stadt hat eine schöne venezianische Architektur. Das Zentrum der Stadt – der Tartini-Platz – liegt direkt am kleinen Hafen. Giuseppe Tartini war ein italienischer Violinist, der 1692 in Piran geboren wurde. Auf dem Platz spielen viele Kinder mit Rollern, Inlinern und Hoverboards. Für die weniger Aktiven gibt es zahlreiche Cafés. Am Platz befindet sich im roten Venezianerhaus ein Salzladen, indem man Produkte aus den Piraner Salinen kaufen kann.

Slowenien - Der Tartini Platz in Piran
Slowenien – Der Tartini Platz in Piran
Slowenien - Hafen in Piran 1
Slowenien – Hafen in Piran 1
Slowenien - Hafen in Piran 2
Slowenien – Hafen in Piran 2

 

 

Slowenien - Taucher vor dem Museum der Unterwasseraktivitäten am Hafen von Piran
Slowenien – Taucher vor dem Museum der Unterwasseraktivitäten am Hafen von Piran

Der zweite Stadtplatz ist der Platz des ersten Mai. Neben einem preiswerten Fischrestaurant gibt es einen Friseur, ein paar Läden und einen kleinen Supermarkt.

Slowenien - Platz des 1. Mai in Piran
Slowenien – Platz des 1. Mai in Piran

Die Innenstadt von Piran ist weitgehend autofrei, da keine Autos durch die engen schattigen Gassen passen. Typisch sind kleine Handwagen, Motor-roller und Elektroautos. Wir haben unser Auto im Parkhaus Fornače abgestellt. Von der Bushaltstelle am Parkhaus fährt ein Gratisbus bis zum Tartiniplatz.

Slowenien - Handwagen in einer engen Gasse in Piran
Slowenien – Handwagen in einer engen Gasse in Piran
Slowenien - Elektroauto und Motorrad am Platz des 1. Mai in Piran
Slowenien – Elektroauto und Motorrad am Platz des 1. Mai in Piran
Slowenien - Enge Gasse in Piran
Slowenien – Enge Gasse in Piran
Slowenien - Noch eine Gasse in Piran
Slowenien – Noch eine Gasse in Piran
Slowenien - Und noch eine Gasse in Piran
Slowenien – Und noch eine Gasse in Piran

In den kleinen Straßen hebe ich lustige slowenische Hinweisschilder entdeckt.

Slowenien - Hinweisschild "Videoüberwachung für Eckenpinkler" in Piran
Slowenien – Hinweisschild “Videoüberwachung für Eckenpinkler” in Piran
Slowenien - Hinweisschild "Interventionsweg" in Piran
Slowenien – Hinweisschild “Interventionsweg” in Piran

Die Gassen in Piran werden schnell steil. Wer die Treppen nach oben steigt kommt zur Domkirche und zur alten Stadtmauer. Von oben hat man eine tolle Aussicht. Nach Einbruch der Dunkelheit werden die historischen Gebäude mystisch angestrahlt.

Slowenien - Treppen in den Gassen von Piran
Slowenien – Treppen in den Gassen von Piran
Slowenien - Aufstieg zur Stadtmauer von Piran
Slowenien – Aufstieg zur Stadtmauer von Piran
Slowenien - Blick von oben auf Piran
Slowenien – Blick von oben auf Piran
Slowenien -Die alte Stadtmauer von Piran
Slowenien -Die alte Stadtmauer von Piran

Portorož – Viele Hotels, ein Casino und ein Yachthafen

Geht man vom Parkaus in die andere Richtung kommt man nach 10 Minuten Fußweg nach Portorož, dem touristischen Bade-Ortsteil von Piran. Dort sind viele Hotelkomplexe und es soll dort auch einen aufgeschütteten Sandstrand geben. Für uns war er zu weit weg. Wir haben uns im nahe gelegenen Schwimmbad “Laguna Bernardin” vergnügt.

Slowenien - Hotel Bernadin Portoroz
Slowenien – Yachthafen am Grand Hotel Bernardin in Portoroz
Slowenien - Katzenhostel in der Nähe des Hotel Bernadin in Portoroz
Slowenien – Katzenhostel  in Portoroz
Slownien - Hüpfburg im Schwimmbad Laguna Bernardin in Portoroz
Slownien – Hüpfburg im Schwimmbad Laguna Bernardin in Portoroz

Postojna – Tropfsteinhöhle mit Grottenolmen

Bevor wir wieder auf die österreichische Alpen-Autobahn (seufz :-() mussten, waren wir in den Höhlen von Postojna. Die beeindruckende Sehenswürdigkeit Sloweniens wurde als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet. Inmitten der Stalaktiten und Stalagmiten  leben in der Höhle Grottenolme, die auch Drachenbabies genannt werden.

Slowenien - in den Höhlen von Postojna
Slowenien – in den Höhlen von Postojna
Slowenien - Park vor den Höhlen von Postojna
Slowenien – Park vor den Höhlen von Postojna

Slowenien – klein aber oho 🙂

Swinemünde an der polnischen Ostsee

Sommerferien in Berlin und wir fahren an die polnische Ostsee – diesmal auf die Insel Usedom nach Swinemünde (Świnoujście). Unser Apartment liegt direkt an der Strandpromenade.

Kaffee, Kuchen & mehr am Strand

Swinemünde - Dünen in der Abenddämmerung
Swinemünde – Dünen in der Abenddämmerung

Nach einem kurzen Weg über die Dünen sind wir am Meer – direkt an einer Strandbar.  Endloser feinsandiger Strand und eine relativ warme Ostsee  – quallenfrei 🙂

Swinemuende - Kaffee und Kuchen am Ostsee-Strand
Swinemuende – Kaffee, Schokolade, Kuchen und Eis am Ostsee-Strand
Swinemuende Ostseestarnd - Leeres Glas in der Strandbar
Swinemuende Ostseestarnd – Leeres Glas in der Strandbar
Swinemuende - riesiger feinsandiger Ostseestrand
Swinemuende – riesiger feinsandiger Ostseestrand
Swinemünder Strand - Die Sonne geht unter
Swinemünder Strand – Die Sonne geht unter
Swinemünde -Sonnenuntergang am Strand
Swinemünde – Sonnenuntergang am Strand

Die Strandpromenade in Swinemünde

Wenn man nicht am Strand ist, flaniert man über die Promenade. Derzeit wird viel neu gebaut. Die schönen alten Villen sind fast alle saniert. Am Ende der Straße haben wir noch ein nicht renoviertes Objekt entdeckt – maroder Charme 🙂

Swinemünde - Bäderarchitektur an der Strandpromenade
Swinemünde – Bäderarchitektur an der Strandpromenade
Swinemünde - nicht sanierte Villa an der Strandpromenade
Swinemünde – nicht sanierte Villa an der Strandpromenade
Swinemünde - maroder Charme
Swinemünde – maroder Charme

Neben Cafés und Restaurants gibt es viele Attraktionen. In der ersten Reihe wird ein buntes Unterhaltungsprogamm für jung und alt angeboten. Abends blinken die Rummelbuden und rufen nach polnischen Zlotys.

Swinemünde - Das schiefe Haus von außen
Swinemünde – Das schiefe Haus von außen
Swinemünde - Das schiefe Haus von innen
Swinemünde – Das schiefe Haus von innen
Swinemünde - Blinkendes Auto in einer Rummelbude
Swinemünde – Blinkendes Auto in einer Rummelbude
Swinemünde - Blinkendes lustiges Hau-Drauf-Spiel
Swinemünde – Blinkendes lustiges Hau-Drauf-Spiel
Swinemünde - Blinkendes Bälle-Fang-Spiel
Swinemünde – Blinkendes Bälle-Fang-Spiel

Die meisten Hotels und Restaurants befinden sich in der zweiten Reihe – umgeben von ausgedehnten Waldflächen und Parkanlagen. Autan-Mückensalbe verkauft sich hervorragend :-). Unser Rekord lag bei 24 Mückenstichen auf einem Bein.

Der private Kindergarten "Butterfly" in Swinemünde
Der private Kindergarten “Butterfly” in Swinemünde
Neuer Brunnen am Swinemünder Stadtmarkt
Neuer Brunnen am Swinemünder Stadtmarkt
Park in Swinemünde
Park in Swinemünde
Springbrunnen in einem Park in Swinemünde
Springbrunnen in einem Park in Swinemünde

Mit der Bimmelbahn zum Hafen

Eine Bimmelbahn in Swinmünde - der Międzyzdroje Express
Eine Bimmelbahn in Swinmünde – der Międzyzdroje Express

Wir sind eine Stunde mit der Bimmelbahn durch Swinemünde gefahren – bis zum Polenmarkt an der deutschen Grenze. Cyrus Tours bietet die Fahrt mehrmals täglich an. Am Hafen an der Swine sind wir ausgestiegen. Der Stadthafen befindet sich am Westufer auf Usedom. Die andere Uferseite – der Stadtteil Warszów – gehört zur Insel Wollin.  Einheimische fahren mit einer Personenfähre zur Arbeit in das Industriegebiet. Dort befindet sich u.a. auch der Frachthafen und die Terminals der großen Fähren nach Dänemark und Schweden.

Waffelbude neben einem Frachtschiff am Hafen in Swinemünde
Waffelbude neben einem Frachtschiff am Hafen in Swinemünde
Pier am Hafen in Swinemünde
Pier am Hafen in Swinemünde
Schild an der Anlegestelle der Fähre am Hafen in Swinemünde
Schild an der Anlegestelle der Fähre am Hafen in Swinemünde
Springbrunnen am Pier am Hafen in Swinemünde
Springbrunnen am Pier am Hafen in Swinemünde
Denkmal 1980 am Stadthafen in Swinemünde
Denkmal 1980 am Stadthafen in Swinemünde

Erstmal zu Mc Donalds …

Auf Wunsch eines minderjährigen Reiseteilnehmers sind wir in das kinderfreundliche Schnellrestaurant. Ja, seit 2014 gibt es einen in Swinmünde.

Wechselstube und Zigarettenladen neben McDonald's in Swinemünde
Wechselstube und Zigarettenladen neben McDonald’s in Swinemünde
Rummelplatz mit Karussell vor McDonald's in Swinemünde
Rummelplatz mit Karussell vor McDonald’s in Swinemünde

… und dann zum Shoppen in die Altstadt

Die Swinemünder Altstadt liegt nah am Hafen und wurde während des zweiten Weltkriegs fast vollständig zerbombt.  Neben ein paar restaurierten Stadtvillen, gibt es viele Platten – und Neubauten. Seit 2015 gibt es das neue Einkaufszentrum “Corso”  – mit einem H&M.

Der Plac Wolności (Freiheitspaltz) in Swinemünde
Der Plac Wolności (Freiheitspaltz) in Swinemünde
Deine Bank - Kunstwerk an einem Haus am Freiheitsplatz in Swinemünde
Deine Bank – Kunstwerk an einem Haus am Freiheitsplatz in Swinemünde
Häuserzeile in der Altstadt von Swinemünde
Häuserzeile in der Altstadt von Swinemünde
Krokodilhaus in der Altstadt von Swinemünde
Krokodilhaus in der Altstadt von Swinemünde
Hochhaus in der Altstadt von Swinemünde
Hochhaus in der Altstadt von Swinemünde

 

Swinemünde – Schöne Bäderarchitektur an der Promenade und riesiger Sandstrand 🙂

 

 

 

 

Die Goldelse hoch und runter

Die 67 m hohe Siegessäule wird von den Berlinern Goldelse genannt. Sie steht auf einer Verkehrsinsel mitten im großen Tiergarten.

Wie kommt hoch zur Goldelse?

Die Siegessäule erreicht man unterirdisch, da rund um das Denkmal der große Stern – eine  mehrspurige Straße mit viel Verkehr – verläuft. Vier Torhäuser ermöglichen Zugang zum Fußgängertunnel. Vor einem der Häuser befindet sich ein kleiner (lauter) Biergarten – das Cafe Victoria.

Goldelse - Eingan zum unterirdischen Fußgängertunnel
Goldelse – Eingang zum unterirdischen Fußgängertunnel

In den Tunneln läuft man an den interaktiven Lichtinstallationen des norwegischen Lichtdesigners Stig Skjelvig vorbei. Seine Lichtdiodenwand „Mnemosyne“ verändert sich durch die Bewegungen der Passanten.

Goldelse - Lichtinstallation im Fußgängertunnel
Goldelse – Lichtinstallation im Fußgängertunnel

Steigt man aus dem  Tunnel wieder nach oben, erstrahlt die Siegessäule in ihrer ganzen Pracht. Oben auf der Säule steht die Siegesgöttin Victoria -die Goldelse. Sie trägt einen Helm mit Adlerflügeln, hält rechts einen Lorbeerkranz und links ein Feldzeichen  mit dem Eisernen Kreuz. Die gut acht Meter hohe und 35 Tonnen schwere Bronzefigur wurde von Friedrich Drake entworfen und  von Hermann Gladenbeck gegossen. Sie wurde 1954 von der Bildgießerei Hermann Noack vergoldet.

Die Berliner Siegessäule (die Goldelse)
Die Berliner Siegessäule (die Goldelse)

Der Sockel ist mit Reliefen , die die Einigungskriege und den siegreichen Einzug der Truppen in Berlin im Jahr 1871 zeigen. Sie stammen von den Berliner Bildhauern Moritz SchulzKarl KeilAlexander Calandrelli und Albert Wolff.

Berliner Siegessäule . Ausschnitt eines Sockelreliefs
Berliner Siegessäule . Ausschnitt eines Sockelreliefs

Darüber im Säulenumgang befindet sich ein buntes Mosaik von Anton von Werner.

Berliner Siegessäule - Ausschnitt aus dem Sockelmosaik
Berliner Siegessäule – Ausschnitt aus dem Sockelmosaik

Nach dem Bezahlen eines moderaten Eintrittspreises von drei Euro kann der Aufstieg beginnen.

Einrittskarte Siegessäule
Eintrittskarte Siegessäule

Das enge Treppenhaus besteht aus einer Wendeltreppe mit 285 Stufen. Einen Fahrstuhl gibt es nicht.

Hinweis im Treppenhaus der Goldelse "Keine Schmierereien im Treppenhaus"
Hinweis im Treppenhaus der Goldelse “Keine Schmierereien im Treppenhaus”
Siegessäule Berlin - Wendeltreppe mit 285 Stufen
Siegessäule Berlin – Wendeltreppe mit 285 Stufen

Oben auf der Siegessäule

Oben angekommen gelangt man auf eine schmale runde Plattform und wird mit einer tollen Aussicht belohnt.

Blick von der Berliner Goldelse gen Norden
Blick von der Berliner Goldelse gen Norden
Blick von der Berliner Goldelse gen Osten
Blick von der Berliner Goldelse gen Osten
Blick von der Berliner Goldelse gen Süden
Blick von der Berliner Goldelse gen Süden
Liebesschloss am Gitter der Aussichtsplattform der Berliner Siegessäule
Liebesschloss am Gitter der Aussichtsplattform der Berliner Siegessäule

Historisches

Die Siegessäule wurde in der Zeit von 1864 bis 1873 auf dem heutigen Platz der Republik errichtet.

Der Bau der Berliner Siegessäule am Königsplatz (heute Platz der Republik).
Der Bau der Berliner Siegessäule am Königsplatz (heute Platz der Republik).

Der Architekt Heinrich Strack entwarf die Säule als Denkmal für den Sieg Preußens in den deutschen Einigungskriege.

Johann Heinrich Strack - Architekt der Siegessäule
Johann Heinrich Strack – Architekt der Siegessäule
Einweihung der Siegessäule in Berlin am 2. September 1873. Im Vordergrund zu Pferde: Kaiser Wilhelm I. (links) und Otto von Bismarck (rechts)
Einweihung der Siegessäule in Berlin am 2. September 1873. Im Vordergrund zu Pferde: Kaiser Wilhelm I. (links) und Otto von Bismarck (rechts)

In den 30er Jahren sollte Berlin sollte zur Reichshauptstadt Germania umgestaltet werden und auf dem Platz sollten größere Bauwerke entstehen. So wurde die Siegessäule 1938/ 1939 nach Plänen von Albert Speer abgebaut und einige Meter entfernt an ihrem heutigen Standort wieder aufgebaut und um 7,5 Meter erhöht. 1941 baute Johannes Huntemüller die vier Torhäuser.

Am besten morgens oder abends zur Goldelse hochsteigen. Für Kleinkinder eher ungeeignet.

In Ulm und um Ulm herum

Wie schön – eine Woche Pfingstferien 😀 . Raus aus der Stadt und rein in die Bahn. Wir besuchen die Familie in Biebelhausen und besichtigen Ulm – die Geburtsstadt einer Freundin. Von dort aus machen wir einen Tagesausflug ins Legoland Deutschland.

Tag 1: Ankunft in Ulm

Die Donau trennt die Doppelstadt in Ulm und Neu-Ulm. Eine Hälfte befindet sich in Baden-Württemberg und die andere in Bayern.

Das Donau-Ufer in Ulm mit Blick auf Neu-Ulm
Das Donau-Ufer in Ulm mit Blick auf Neu-Ulm

Unser Hotel liegt im schwäbischen Ulm – direkt an den Schienen des Hauptbahnhofs. Beim Aussteigen ist das B&B gut zu sehen.

B&B Hotel Ulm - Außenansicht im Februar 2014 - Foto auf Tripadvisor , vom Hotel-Management bereitgestelltes Foto
B&B Hotel Ulm – Außenansicht im Februar 2014 – Foto auf Tripadvisor , vom Hotel-Management bereitgestelltes Foto

Zimmernummer und Türcode kamen bereits per SMS und nach fünfzehn Minuten Fußweg checken wir problemlos ein. Unser 3-Bett-Eck-Zimmer ist schön und sauber. Durch die bodentiefen Fenster können wir das Ulmer Münster sehen.

Zimmer 311 im BB Hotel in Ulm
Zimmer 311 im BB Hotel in Ulm
Aussicht von Zimmer 311 im BB Hotel Ulm
Aussicht von Zimmer 311 im BB Hotel Ulm

Wir machen einen kurzen Zimmercheck. Die Betten sind bequem und der Fernseher hat die wichtigsten Sender. Das WLAN ist nicht so toll und es gibt keine Minibar. Im Foyer gibt es einen Snack-Automaten. Abends erkunden wir die Umgebung. Praktischerweiser befindet sich neben dem Hotel eine NORMA-Filiale. Gleich nebenan liegt der Party-Club Frau Berger. Wir essen bei Firat Kebab Fastfood (Döner, ChickenNuggets und Pommes) und spazieren durchs Ulmer Fischerviertel. Anschließend wandern wir am Donauufer entlang zurück zum Hotel.

Fischerviertel Ulm - Blick auf einen Ulmer Spatz in der großen Blau
Fischerviertel Ulm – Blick auf einen Ulmer Spatz in der großen Blau
Schöne Terassen an der großen Blau im Ulmer Fischerviertel
Schöne Terrassen an der großen Blau im Ulmer Fischerviertel
Grünanlagen am Kobelgraben - Blick aufs Ulmer Münster
Grünanlagen am Kobelgraben mit Blick aufs Ulmer Münster
Große Blau an der Ulmer Stadtmauer
Große Blau an der Ulmer Stadtmauer

Tag 2: Ins Legoland nach Günzburg

Nach einem gutem Hotel-Frühstück laufen wir zum Hauptbahnhof zum Gleis 28. Der Legoland-Park öffnet um 10:00 Uhr und so nehmen wir um 8:48 Uhr den bayrischen agilis 84249 Richtung Ingolstadt. Knapp 20 Minuten später sind wir in Günzburg.

Bahnhof in Günzburg
Bahnhof in Günzburg

Direkt vor dem Günzburger Bahnhof fährt der Lego-Shuttlebus 818 zum Legoland-Park. In der Nebensaison zweimal pro Stunde (Um 10 nach und um 20 vor ) und in der Hauptsaison viermal stündlich. Die Tickets für die Hin- und Rückfahrt von Ulm zum Legoland-Park haben wir online bei der Bahn gebucht (Gesamtpreis € 25  für einen Erwachsenen und zwei Kinder).

Zehn Minuten später stehen wir vor den Eingängen des Legolandes und warten mit vielen anderen Menschen auf die Öffnung. Pünktlich um 10:00 Uhr lässt der Parkdirektor ein Geburtstagskind aus der Menge den Park aufschliessen. Wir ziehen unsere Onlinetickets durch den Scanner, passieren eine kurze Taschenkontrolle und sind im Legoland. Laut Parkplan haben wir zehn Bereiche vor uns.

Eingangsbereich

Das Wetter ist schön und die Fahrgeräte im Park haben heute sogar eine Stunde länger bis 18:00 geöffnet. Gut vorbereitet habe ich meinen Kindern im Voraus einen Expresspass Premium spendiert, damit sie an den Geräten nicht warten müssen. Gleich hinter dem Eingang nehmen wir gegen € 20 Kaution das Expresspass-Gerät in Empfang.

Legoland - Expresspass
Legoland – Expresspass

Der Park ist für Kinder von 6 – 12 Jahre konzipiert. Um alle Fahrgeräte nutzen zu können sollten die Kinder mindestens 1,20 m groß sein. Da meine Kinder groß genug und noch nicht zu groß waren, hatten sie schnell raus, wie man den Express-Pass bedient und probierten alle Fahrgeräte aus.

 Reich der Pharaonen -😕

Als erstes buchen die Kinder die Tempel X-pedition  Das Gerät zeigte eine Wartezeit von 1 Minute und brummt sofort. Als wir im Reich der Pharaonen ankommen, können die beiden gleich durch den Expresseingang. Kurz darauf sind sie mit einem “Na ja – Gesicht” zurück. Eher langweilig.

Land der Ritter – 😍

Legoland Land der Ritter
Legoland Land der Ritter

Jetzt wollen die Kinder Achterbahn fahren und buchen den wilden Feuerdrachen im Land der Ritter. Die Fahrt kommt so gut an, dass sie gleich nochmal fahren.  Auch die schnelle Drehung beim Raupenritt wird zweimal genossen – auch rückwärts.

Imagination Zone – 😐

Damit mir nicht langweilig wird, nehmen die Kinder sich kurz Zeit, um mit mir Tret-o-Mobil  in der Imagination Zone zu fahren. Das Spiegel- Labyrinth der Polizeistation nebenan ist nicht sehr spektakulär. Ich möchte gerne noch auf den Aussichtsturm, aber da machen sie nicht mehr mit: “Schon wieder 20 Minuten warten – du hast doch keinen Express-Pass”. Schnell checken sie beim Kids PowerTower ein und sind weg. 🙂

 Lego Extreme Zone – 😏

Verlockend ist die zweite große Achterbahn – das Projekt X in der Lego Extreme Zone. Auch diese Bahn wird mehrmals ausprobiert. Die Technoschleuder macht Spaß und der Wellereiter ist eher lau.

Legoland Extreme - Projekt X
Legoland X-treme – Projekt X

Die Angebote in der Lego Akademie und der Nintendo Zone kosten extra. Der große Einstein vor der Tür war uns beeindruckend genug.

Legoland - Einstein
Legoland X-treme – Einstein vor der Legoland Akademie

Danach sind wir zusammen ins Atlantis und haben uns schöne Fische angeguckt, die um Legosteine schwimmen. Den schlechten 4D-Kurzfilm in den Lego Studios hätten wir uns sparen können.

Legoland X-treme - Unterwasserwelt Atlantis
Legoland X-treme – Unterwasserwelt Atlantis

Land der Abenteuer – 😍

Nun brauchen die beiden wieder Action und probieren die Dschungel X-pedition im Land der Abenteuer. Schön bei Hitze – Eine Abkühlung auf der Wasserrutsche.

Land der Piraten – 😏

Legoland Land der Piraten
Legoland -Im Land der Piraten

Daneben im Land der Piraten gibt es eine riesige Schiffschaukel – die Piratenschule.

Lego City mit Little Asia – 😍

Die Highlights der Lego City sind der Flying Ninjago und der Powerbuilder. Auch die Hafenrundfahrt ist ganz nett.

Lego Ninjago Welt – 😡

Da der NINJAGO The Ride nicht funktioniert, ist die Lego Ninjago Welt eher entäuschend. Die Kinder versuchen sich kurz an der Kletterwand und laufen weiter.

Miniland – 😍

In der Mitte es Parks liegt das Miniland. Originalgetreue Nachbauten im Maßstab 1:20 aus über 25 Millionen LEGO-Steinen – Toll.

Legoland - Venedig im Miniland
Legoland – Venedig im Miniland
Schloss Neuschwanstein im Legoland Miniland
Schloss Neuschwanstein im Legoland Miniland
Legoland - StarWarsecke im Miniland
Legoland – StarWarsecke im Miniland
Legoland - StarWars Raumschiff im Miniland
Legoland – StarWars Raumschiff im Miniland

Um 17:00 Uhr haben die beiden fast alle Fahrattraktionen ausprobiert und wir fahren zurück nach Ulm. Für heute haben wir genug Lego 🙂

Das Legoland ist teuer. Der Fahrspaß auf den Fahr-Attraktionen ist kurz. Man sollte einen Picknick-Rucksack packen und im Park keine Legosteine kaufen. Wir haben auch viele weinende Kleinkinder gesehen.

Tag 3: Sightseeing und Shopping

Heute geht es in die Innenstadt. Neben dem Hotel befindet sich der Busbahnhof am Ehinger Tor, wo derzeit eifrig gebaut wird.  Dort kaufen wir uns für € 7,20 eine Gruppenkarte, mit der wir den ganzen Tag durch die Stadt fahren können. (Abends nach 21:30 Uhr mussten wir sie einem sehr unfreundlichen Busfahrer vorzeigen.)

Ich will zuerst zum Ulmer Münster auf den höchsten Kirchturm der Welt.

Das Ulmer Münster
Das Ulmer Münster

Der Münsterturm hat ganzjährig geöffnet. Tickets gibt es direkt am Eingang am Ticketautomaten (Erwachsene € 5, Kinder € 3,50). Gleich hinter dem Drehkreuz beginnt der Aufstieg. Über eine schmale Wendeltreppe steigen wir die 768 Stufen nach oben.

Der Kirchturm des Ulmer Münsters von innen
Der Kirchturm des Ulmer Münsters von innen

Oben angekommen ist es ziemlich windig. Stolz genießen wir die tolle Aussicht. Die Alpen sehen wir leider nicht.

Die Aussicht vom Ulmer Münster vom ersten Plateau
Die Aussicht vom Ulmer Münster vom ersten Plateau
 Die Aussicht vom Ulmer Münster von ganz oben
Die Aussicht vom Ulmer Münster von ganz oben

Wieder unten angekommen bummeln wir durch die Einkaufspassage um das Münster herum. Die Fußgängerzone ist übersichtlich und die klassischen Ketten sind vorhanden. Mein Sohn wurde bei Müller und in der Spielwarenabteilung der Galeria Kaufhof fündig. Meine Tochter bei H&M und NewYorker.

Abends suchen wir uns eine Pizzeria und entdecken dabei das schiefste Haus der Welt – ein Hotel.

Hotel schiefes Haus in Ulm
Hotel schiefes Haus in Ulm

 

Tag 4: Wieder nach Berlin

Vom Ulmer Hauptbahnhof fährt der ICE 690 in sechs einhalb Stunden direkt nach Berlin. Rückreiseverkehr – der Zug ist sehr voll. Unser Sitznachbar erklärte uns, das es im nächsten Jahr keine Pfingstferien mehr in Berlin geben wird. Wegen des diesjährigen Berliner Turnerfestes habe man die Turnhallen der Schulen benötigt. Schade 😕 .

P.S. Der korrekte Zungenbrecher lautet:

In Ulm, um Ulm, und um Ulm herum wachsen viele Ulmen

Charité – Medizinforschung und Barmherzigkeit

Die Charité ist mit etwa 300 Jahren das älteste Krankenhaus Berlins. Heute zählt die Universitätsklinik mit über 3000 Betten zu den größten Europas.

Blick vom Hauptbahnhof auf den Charité-Campus Mitte
Blick vom Hauptbahnhof auf den Charité-Campus Mitte

Aderlass und Handwerkschirurgie im 18. Jahrhundert

Die Charité – vom Pesthaus zum Hospital

In Nordeuropa wütete eine Pest-Epidemie und der Friedrich I. baute 1710 außerhalb der Stadt ein Isolierhaus für Erkrankte. Berlin blieb von der Seuche verschont und aus dem Pesthaus wurde ein Armenhaus. Da die Insassen für ihren Lebensunterhalt spinnen mussten, nannten die Berliner es „Spinnhaus vor dem Spandauer Thor“.

Zu der Zeit gründete man die Berliner Akademie der Wissenschaften. Die gelehrten Mediziner glaubten an die Vier-Säfte-Lehre und behandelten innere Krankheiten mit Aderlass und Schwitzkuren. Anatomie unterrichtete man anhand von Wachsmodellen und Klapptafeln. Durch den Bau eines anatomischen Theaters konnten die inneren Organe an Leichen studiert werden.

Anathomisches Theater Berlin - Kupferstich 1729/1730, F.G.Leygebe (Zeichn.), A.B.König (Stech.)
Anathomisches Theater Berlin – Kupferstich 1729/1730, F.G.Leygebe (Zeichn.), A.B.König (Stech.)
Christian Maximilian Spener
Christian Maximilian Spener
Der Physikprofessor und Hofmedicus C. M. Spener führte 1713 die erste öffentliche Sektion durch.

Die blutige Arbeit erledigten Handwerkschirurgen (Wundärzte, Bader und Barbiere). Sie versorgten Knochenbrüche, Wunden und Geschwüre, zogen Zähne und halfen bei Sehschwäche (Starstiche) – alles ohne akademische Ausbildung.

Wer es sich leisten konnte, rief den Arzt zu sich nach Hause. Auf Jahrmärkten wurde günstiger behandelt. Wenn man Pech hatte geriet man an einen Kurpfuscher.

1724 entstand an der Akademie eine medizinische Fachschule (das Collegium medico-chirurgicum), an der erstmals auch angesehene Chirurgen lehrten. Die Mediziner des collegiums regelten die Ausbildung der Handwerkschirugen und verfassten 1725 ein Edikt:  Ein preußíscher Chirurg brauchte einen Lehrbrief. Er musste sieben Jahre bei einem Feldscher in der Truppe gedient haben und ein Operationsexamen bestehen.

Der König Wilhelm I. 1732 in Berlin am Leipziger Tor, Ölgemälde von Konstantin Johannes Franz Cretius
Der König Wilhelm I. 1732 in Berlin am Leipziger Tor, Ölgemälde von Konstantin J. Franz Cretius

Im Jahr 1727  wandelte man das Spinnhaus in ein Lazarett um. Das dreistöckige Krankenhaus hatte 400 Betten, die überwiegend mit Bettlern und Prostituierten belegt waren. König Friedrich Wilhelm I. nannte das Hospital “Charité” (Barmherzigkeit).

Die Berliner Charite um 1740, Radierung von Matthias Seutter
Die Berliner Charite um 1740, Radierung von Matthias Seutter

Neben einem Operationssaal gab es eine Station für Geburtshilfe und eine für ansteckende Krankheiten. In den oberen Etagen befanden sich die Krankensäle für Männer und Frauen. Im Erdgeschoss lebten die Wärter, die die Pflege übernahmen. Arme und gebrechliche Hospitaliten, später ehemalige Patienten, die ihren Aufenthalt abarbeiteten. Ausgebildetes Pflegepersonal gab es nicht.

Franz Anton Mai
Franz Anton Mai
Der Pharmazie-Professor Franz Anton Mai leitete eine Schule für Hebammenwesen in Mannheim. Er war der Erste in Deutschland der ab 1780 Pflege-Kurse anbot.

Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. brauchte für das preußische Heer gut ausgebildete Wundärzte. Er richtete eine Abteilung für verwundete Soldaten ein und machte die Charité zu einer Ausbildungstätte für Militärmediziner. Die angehenden Armeechirurgen lebten damals auch in der Charité

Johann Theodor Eller
Johann Theodor Eller
J. Th. Eller - einen angesagten Anatomieprofessor - wurde ärztlicher Leiter der Charité. Gemeinsam mit dem königlichen Regiments-Feldscher Ernst Konrad Holtzendorff übernahmen er die Ausbildung der angehenden Armeeärzte. 
Nach der Grundausbildung arbeiten sie an der Charité, wo sie unter der Aufsicht von erfahrenen Ärzten lernen konnten.

Das Charité-Gebäude wurde bald zu  klein

1739 übernahm das Königlich-Preußische Armendirektorium die Verwaltung der Charité. Die medizinische Leitung übernahmen der Pastorensohn Samuel Schaarschmidt und später Friedrich Herrmann Ludewig Muzell. Die Krankensäle der Charité waren ständig überbelegt und die Armendirektion bat den König um eine Vergrößerung. Ein paar Jahrzehnte später beauftragte er den Direktor des Königlichen Baukontors Georg Christian Unger  mit dem Erweiterungsbau. Im September 1785 wurde der Grundstein gelegt und nach 15 Jahren Bauzeit wurden am 30. November 1800 zwei neue Flügel, ein Verbindungsgebäude sowie ein neue Kirche eingeweiht. Der Charité-Neubau hatte nun 680 Betten. Aus Geldmangel verzichtete man auf den Einbau von Wasserleitungen und Bädern. 🙁

In den 80er Jahren baute König Friedrich Wilhelm II. die medizinisch-chirurgische Pépinière – eine weitere Akademie für Militärmediziner. 1787 baute er eine Schule für Tiermediziner, die die Militärpferde versorgten.

Heute steht auf den Gelände der ehemalige Pépinière das Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in der Invalidenstraße in Berlin-Mitte - Foto von Jörg Zägel 2011
Heute steht auf den Gelände der ehemalige Pépinière das Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in der Invalidenstraße in Berlin-Mitte – Foto von Jörg Zägel 2011
Das Tieranatomische Theater ist das älteste Lehrgebäude der heutigen Humboldt-Universität.
Das Tieranatomische Theater ist das älteste Lehrgebäude der heutigen Humboldt-Universität.

Zellen, Keime und Hygiene im 19. Jahrhundert

Zwei chirurgische Lehrstühle in Berlin

Die Gründung der ersten Berliner Universität im Jahr 1809 war ein Motor für die naturwissenschaftliche Forschung. Das Collegium medico-chirurgicum wurde durch die medizinische Fakultät der Uni ersetzt. Für die zivilen Medizinstudenten mietete man anfangs Wohnungen in der Nähe der Charité an, in denen sie am Patientenbett übten. Acht Jahre später wandelte man eine ehemalige Farbenfabrik in der Ziegelstraße in die erste Chirurgische Universitätsklinik um.

Ehemalige Chirurgische Universitätsklinik in der Ziegelstraße
Ehemalige Erste Chirurgische Universitätsklinik in der Ziegelstraße

Damit gab es zwei chirurgische Lehrstühle in Berlin. Die I. Chirurgische Universitätsklinik in der Ziegelstraße für zivile Medizinstudenten und die II. Chirurgische Universitätsklinik in der Charité für Militärmediziner. Die Ausbildungen verliefen streng getrennt. Vor den Militärärzten sprach man deutsch und vor den zivilen Medizinern Latein.

oben Christoph Wilhelm Hufeland und unten Karl von Graefe
oben C. W. Hufeland und unten Karl von Graefe
Christoph Wilhelm Hufeland wurde 1810 erster Dekan der Medizinischen Fakultät. Der  Begründer der Makrobiotik  strebte eine enge Verbindung zwischen Hochschule und Praxis am Krankenbett an. Der Chirurgie-Professor Karl von Graefe wurde 1818 erster Direktor der chirurgischen Klinik in der Ziegelstraße.

Augenheilkunde war Teilgebiet der Chirugie und wurde im 19. Jahrhundert ein eigenständiges medizinischen Fachgebiet.

Johann Nepomuk Rust
Johann Nepomuk Rust
Der Chirurg Johann N. Rust leitete die chirurgisch-ophthalmologischen Klinik der Charité. 1817 erteilte erstmals klinischen Unterricht in Augenheilkunde. Seine Nachfolger waren Johann Christian Jüngken und Bernhard von Langenbeck. Der letzte Leiter im 19. Jahrhundert war Franz König, der die Nachfolge von Heinrich Adolf von Bardeleben übernahm.Er leitete die II. Chirugische Klinik von 1895 bis 1904.
Albrecht von Graefe
Albrecht von Graefe
Albrecht von Graefe übernahm 1866 die augenärztlichen Abteilung an der Charité. Er gründete das Fach Augenheilkunde, das bis dahin zur Chirurgie gehörte.

Viele Ärzte der Charité lehrten auch an der Medizinische Fakultät der Universität. Die Instutionen vermischten sich und es entstanden gemeinsame Unikliniken.

Johann Lukas Schönlein
Johann Lukas Schönlein
Johann L. Schönlein kam 1839 an die Charité und durfte als erster Arzt zivile Klinikassistenten einstellen.

Die erste Krankenwartschule an der Charité

Johann N. Rust veranlasste 1832 die Gründung der Königlich Preußischen Krankenwartschule an der Charité. Leiter wurde Carl Emil Gedike. Insgesamt 156 Anwärter bestanden die erste Prüfung, davon waren 70% weiblich.

Johann Friedrich Dieffenbach
Johann Friedrich Dieffenbach
J.F. Dieffenbach war einer der ersten deutschen Chirurgen, der seine Patienten mit Äther narkotisierte. Nach seinem Lehrbuch „Anleitung zur Krankenwartung“ wurde in der Krankenwartschule unterrichtet.

Der medizinische Fortschritt erforderte zunehmend qualifiziertes Pflegepersonal. Seit 1850 arbeiteten evangelische Diakonissen in der Charité. Sie wurden an der Krankenpflegeschule von Theodor und Friederike Fliedner in Düsseldorf ausgebildet. Eine Oberin leitete die Station und führte ein strenges Regiment.

Schwestern-Speisezimmer an der Charité um 1900 (Bild: Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité)
Schwestern-Speisezimmer an der Charité um 1900 (Bild: Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité)

Als Otto von Bismarck 1883 die gesetzliche Krankenversicherung für Arbeiter einführte, richteten vielen öffentliche Krankenhäusern eigene konfessionell ungebundene Krankenpflegeschulen ein. Nun gab es neben christlichen auch weltliche Pflegekräfte.

Die Psychiatrie an der Charité

Um 1840 entwicklete sich aus der Abteilung für Geisteskranke in der Charité die psychiatrische Uni-Klinik. Damals erinnerte die Psychatrie eher an ein Gefängnis. Die Patienten wurden angekettert, geschlagen und mit merkwürdigen Methoden behandelt (z. B. mit der Cox’ Schaukel oder der Autenriethschen Maske).

arite - ehemalige Psychiatrische Klinik
Charite – Ehemalige Psychiatrische Klinik
Anton Ludwig Ernst Horn
Anton Ludwig Ernst Horn
Der Psychiater Ernst Horn leitete die Irrenanstalt der Charité und verbesserte die Situation der Geisteskranken. 1811 wurde er in einem Kunstfehlerprozess frei gesprochen. Nachfolgend leiteten Karl Georg Neumann und Karl Wilhelm Ideler die Psychatrische Uniklinik.
Wilhelm Griesinger vor der alten Psychatrie - einer der Begründer der modernen Psychiatrie
Wilhelm Griesinger vor der alten Psychatrie – einer der Begründer der modernen Psychiatrie

Wilhelm Griesinger  gilt als einer der Begründer der modernen, naturwissenschaftlichen Psychiatrie. Er übernahm 1864 die Klinik und bekam ein Jahr später den ersten Lehrstuhl für Psychiatrie und Neurologie in Deutschland.

Pathologie und Innere Medizin an der Charité

Rudolf Virchow revolutionierte die Medizin mit seiner Zelltheorie. Nun erforschten die Mediziner die Erreger von Milzbrand, Diphtherie, Pest, Tuberkulose, Lepra und Syphilis. Sie entdeckten das Penizillin und experimentierten mit Impfstoffen.

Rudolf Virchow
Rudolf Virchow wurde 1856 Direktor des pathologischen Instituts. Er erkannte das Krankheiten auf Störungen der Körperzellen basieren

Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnete das Institut für Pathologie – das Rudolf-Virchow-Haus.  Ein paar Jahre später entstand die medizinische Uni-Klinik.

Das Institut für Pathologie der Carite am Campus Mitte Virchowweg 15
Das Institut für Pathologie der Carite am Campus Mitte Virchowweg 15
Medizinische Klinik der Charite am Campus Mitte am Virchowweg 10 - heute Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie
Medizinische Klinik der Charite am Campus Mitte am Virchowweg 10 – heute Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie
Friedrich Theodor von Frerichs
Friedrich Theodor von Frerichs

 

Friedrich Theodor von Frerichs war der erste Direktor der medizinischen Uni-Klinik. Er forschte über Leber und Nieren. Ehrlich arbeite von 1878 bis 1885 als sein Assistent.

 

Paul Ehrlich
Paul Ehrlich
Paul Ehrlich - der Begründer der Chemotherapie- übernahm 1890 im Auftrag Robert Kochs die Tuberkulosestation am Städtischen Krankenhaus Moabit. Ein Jahr später kam er ans Institut für Infektionskrankheiten.

 

Ernst von Leyden
Professor Ernst von Leyden leitete die Medizinische Klinik ab 1876. Er gründete 1903 das erste Krebsforschungsinstitut.

Hygiene und Infektionskrankheiten

Ende des 19 Jahrhunderts erkannte man die Wichtigkeit von Sauberkeit und Desinfektion. Ärzte verwendeten nun antiseptische Wundverbände. 1885 gründete man das Hygiene-Institut der Universität und 1891 das Institut für Infektionskrankheiten.

Das Kaiserliche Gesundheitsamt in der Klopstockstrasse in Berlin um 1900 - Bundesarchiv, Bild 183-2006-0329-500 / CC-BY-SA 3.0
Das Kaiserliche Gesundheitsamt in der Klopstockstrasse in Berlin um 1900 – Bundesarchiv, Bild 183-2006-0329-500 / CC-BY-SA 3.0
Robert Koch
Robert Koch
Robert Koch wurde 1880 an das Kaiserliche Gesundheitsamt berufen und entdeckte dort den Erreger der Tuberkulose. Er lehrte als Professor am Hygiene-Institut und wurde Direktor des Instituts für Infektionskrankheiten.

 

Emil von Behring
Emil von Behring
Emil Adolf von Behring war ein Assistent von Robert Koch. Er entwickelte ein Heilmittel gegen Diphtherie und Wundstarrkrampf (Tetanus) und wurde als „Retter der Kinder“ bekannt.

 

Ernst von Bergmann
Ernst von Bergmann
Ernst von Bergmann führte die Asepsis bei der Wundbehandlung ein und übernahm 1882 den Lehrstuhl von Langenbecks

Kinderheilkunde an der Charité

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lag die Kindersterblichkeit bei etwa 30 Prozent. 1894 richtete der Internist Johann Otto Leonhard Heubner an der Charité die Universitätsklinik für Kinderheilkunde einEr verbesserte die Säuglingsernährung und forschte  unter anderem zu Tuberkulose, Keuchhusten und Scharlach bei Kindern.

Kurz vor der Jahrhundertwende entdeckte man die Röntgenstrahlen und  Radioaktivität, die heute in der Medizin für Diagnostik und Therapie verwendet werden.

Antibiotika, Chemotherapie und Herzschrittmacher  im 20. Jahrhundert

Anfang des 20. Jahrhunderts lebten in Berlin fast zwei Mio Menschen. An der Charité gab es keinen Strom und die hygienischen Zustände waren katastrophal. SPD, Krankenkassen und Gewerkschaften riefen zum Boykott des Krankenhauses auf. Auf Initiative des preußischen Kultusministers Friedrich Althoff wurde die Charité von 1897 bis 1914 komplett um- und neugebaut.

Denkmal von Friedrich Althoff auf den Charite-Gelände in Mitte
Denkmal von Friedrich Althoff auf den Charite-Gelände in Mitte

Pfleger mit preußischem Krankenpflegeexamen

Die Rot-Kreuz-Schwester Agnes Karll gründete 1903 die erste Berufsorganisation für Krankenpflegerinnen in Deutschland. Sie setzte sich für die Rechte der freiberuflichen Pflegerinnen ein und bot den Mitgliedern Versicherungsschutz und Arbeitsplatzvermittlung.  1907 wurde das preußische Krankenpflegeexamen  eingeführt. Nun konnte man eine Pflegeausbildung mit staatlicher Anerkennung absolvieren. Zum Wintersemester 1908/09 konnten sich Frauen für ein Medizinstudium in Berlin einschreiben.

 August Bier
August Bier
August Bier wurde Nachfolger von Ernst von Bergmann und leitete die Chirurgische Klinik in der Ziegelstraße bis 1933.
Er und sein Assistent Dr. Hildebrandt entwickelten die Lumbalanästhesie. Sie spritzten sich gegenseitig Kokain in den Rückenmarkkanal.

Versorgung der Soldaten im ersten Weltkrieg

Der erste Weltkrieg stellten die Ärzte der Charité vor neue Aufgaben.  Verletzte Soldaten, Durchfallerkrankungen durch schlechtes Wasser, Tuberkulose und Fleckfieber machen sich breit.

 Karl Bonhoeffer
Karl Bonhoeffer
Karl Bonhoeffer übernahm die Nachfolge von Theodor Ziehen und leitete ab 1912 die Klinik für Psychiatrie und Neurologie an Charité. Die Traumata der Frontsoldaten wurden mit Anschreien, Starkstrom und Schein-Exekutionen behandelt.

 

 Jacques Joseph
Jacques Joseph
1916 richtete man für die Kampfgas-Verletzungen der Soldaten in der Nasen- und Ohrenklinik der Charité eine Abteilung für Plastische Gesichtschirurgie ein.Der jüdische Arzt Jacques Joseph (Nasenjoseph) übernahm die Leitung.

1918 ging der erste Weltkrieg zu Ende. Die Monarchie wurde gestürzt und die Weimarer Republik ausgerufen. Durch das Groß-Berlin-Gesetz von 1920 wurde Berlin zur größten Industriestadt Europas.

 Ferdinand Sauerbruch
Ferdinand Sauerbruch
1927 wurde die chirurgische Klinik in der Ziegelstraße - derzeit geleitet von Otto Hildebrand  - als letzte Klinik in die Charité verlagert. Ein Jahr später übernahm der Lungenspezialist Ferdinand Sauerbruch die Leitung. Auf sein Anraten zog die Klinik in die Schumannstraße um.

1929 erreichte die Weltwirtschaftskrise Berlin und die NSDAP zog in das Stadtparlament ein. 1933 ernennt man Adolf Hitler zum Reichskanzler.

NS Schwesternschaft und T4 im dritten Reich

Die Nationalsozialisten strukturierten die Krankenpflege um. Der Reichsbund der freien Pflegerinnen („Blaue Schwestern“) und die NS-Schwesternschaft („Braune Schwestern”) sollten die kirchlichen Verbände des Deutschen Roten Kreuzes, der Diakonie und der Caritas  verdrängen. Dies gelang nicht.

Paul Rostock
Paul Rostock
Nachfolger von Bier wurde – auf ausdrücklichen Wunsch Adolf Hitlers - Georg Magnus, ein Freund des Chirurgen Fritz König. Der brachte aus Bochum seinen Oberarzt Paul Rostock mit, der 1941 die Leitung der Chirurgie übernahm. Als hochrangiger NS-Arzt wurde er im Nürnberger Ärzteprozess angeklagt und  freigesprochen. Max de Crinis leitete ab 1938 die Psychiatrische Klinik der Charité. Dort war er an der Ermordung psychisch kranker Patienten (Aktion T4) beteiligt.

Viele jüdische Ärzte an der Charité gingen ins Exil oder wurden ermordert.

Charité wurde Hauptstadt-Krankenhaus der DDR

Nach Kriegsende begannen die Charité-Mitarbeiter mit den Wiederaufbau der Gebäude und bereits Ende 1945 standen wieder 1550 Krankenbetten zur Verfügung.

Willi Felix
Willi Felix
1946 kam Max Madlener - ein Schüler Sauerbruchs - an die Charité. Er wurde zunächst sein Vertreter und 1949 kommissarischer Nachfolger und Direktor der chirurgischen Universitätsklinik. Als ein Jahr später Willi Felix auf den Lehrstuhl berufen wurde, wurde Madlener Chefarzt am Krankenhaus Am Urban. Er betreute Sauerbruch bis zu seinem Tod.

Die Charité lag in Ost-Berlin, direkt an der 1961 gebauten Berliner Mauer. Bis 1989 war sie führendes Hauptstadt-Krankenhaus der DDR, angegliedert an die Humboldt-Universität. In den 70er Jahren baute man ein neues Bettenhaus mit 21 Stockwerken – eines der höchsten Klinikgebäude weltweit.

Das Bettenhochhaus der Charité im Mai 2013 vor der Sanierung, Foto von Rolf Heinrich
Das Bettenhochhaus der Charité im Mai 2013 vor der Sanierung, Foto von Rolf Heinrich
Helmut Wolff - Porträtfotografie von <a title="User:Mehlauge" href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Mehlauge">Mehlauge</a> - eigenes Archiv, <a title="Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>
Helmut Wolff – Porträtfotografie von Mehlauge – eigenes Archiv, CC BY-SA 3.0
Der Psychiater Karl Leonhard leitete ab 1957 die Nervenklinik der Charité. Der Chirurg Hans Joachim Serfling war von 1962 bis 1978 Leiter der chirurgischen Kinik der Charité. Leonhard wurde mit einem Stern der Völkerfreundschaft und Serfling mit einem Vaterländischen Verdienstorden ausgezeichnet. 1978 übernahm Helmut Wolff den Lehrstuhl für Chirugie. 1986 gelang ihm die erste erfolgreiche Herztransplantation an der Charité

Umstrukturierung nach der Wiedervereinigung

Nach der Wiedervereinigung wurde die Berliner Hochschul- und Krankenhauslandschaft komplett umstrukturiert. 1995 wurde das Rudolf-Virchow-Krankenhaus – eine Gartenstadt mit fünfzig freistehenden Gebäuden aus rotem Backstein (Pavillonbauweise)- an die Charité angegliedert.

 DNA-Sequenzierung in der Charité 

Seit 2003 heißen die vier Campusse der medizinischen Fakultäten von Humboldt- und Freier Universität “Charité – Universitätsmedizin Berlin”. Die Gebäude werden seit 2005 von der Charité CFM Facility Management GmbH (kurz: CFM) verwaltet.

Neues Lehr- und Forschungszentrum der Medizinischen Fakultät
Neues Lehr- und Forschungszentrum der Medizinischen Fakultät

2008 wurde des Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC) zur Versorgung von Krebspatienten gegründet. Derzeit wird es von Ulrich Keilholz geleitet. Das Bettenhochhaus wurde saniert. Es erstrahlt ganz in weiß.

Charité Berlin - Blick auf das Bettenhaus
Charité Berlin – Blick auf das neu sanierte Bettenhaus

… mehr über  die Charité

Charité – 300 Jahre Medizin für Berlin – 06.02.2012, Artikel in der Berliner Morgenpost

300 Jahre Berliner Charité: Die Pest, die Weiße Frau und eine weitgreifende Kabinettsorder – 2010, Artikel von Sandra Krämer im Deutschen Ärzteblatt

Erster Weltkrieg- Katalysator für die Medizin – 23.07.2014, Artikel aus dem Handelsblatt

Die Charité: Ein Krankenhaus in Berlin – 1710 bis heute – Auszug aus dem Ebook von Ernst Peter Fischer

Die Medizin an der Berliner Charité bis zur Gründung der Universität – Auszug aus dem Ebook von NA Diepgen,NA Heischkel,NA Kuhnert

Die alte Universitätsklinik in der Ziegelstraße – 29.11.2006, Artikel in der  Berliner Zeitung von Clemens Niedenthal

Gesichtsplastiken im Ersten Weltkrieg, Hilfe vom Nasenjoseph – 04.06.14, Artikel in der Berliner Zeitung von Susanne Lenz

Charité bekennt sich zu Gräueltaten ihrer Ärzte in der NS-Zeit – 26. 09.2015 , Artikel in der BZ von Katja Colmenares

 

Berlins erste Siedler – So fing alles an

Vor rund 18.000 Jahren schmolz das Eis der letzten Eiszeit und Berlins erste Siedler kamen ins Berliner Urstromtal. Ein sandig – mooriges Tal mit etwa 100 m hohen Rändern aus Geschiebemergel.

Das Berliner Urstromtal nach der letzten Eiszeit
Das Berliner Urstromtal nach der letzten Eiszeit

Während der Steinzeit zogen die Menschen in kleinen Gruppen durch die Wälder und jagten Elche.  Auf der nörlichen Barnim-Hochfläche (im heutigen Marzahn) fand man 10000 Jahre alte Werkzeuge. In der Bronzezeit entstanden Fischerdörfer an Havel, Spree und den vielen Seen.  Im Verlauf der Eisenzeit bekamen Berlins erste Siedler Rüstungen und Waffen.

Albrecht der Bär beendet die Kriegerischen Zeiten

Semnonenlager am Müggelsee - Gemälde von Carl Blechen (1828)
Semnonenlager am Müggelsee – Gemälde von Carl Blechen (1828)

Vor etwa zweieinhalbtausend Jahren lebten germanische Stämme in der Region – vorwiegend Semnonen. Vermutlich lebten sie mit den Römern, in Freundschaft, da ab und zu römische Kaufleute Waren verkauften. Die Via imperii – eine wichtige Handelstraße –  führte hier an einer Stelle über die Spree-Sümpfe.  An dieser Furt entstand später Berlin. Als ein paar Hundert Jahre nach Christus wilde Hunnen plündernd vorbei kamen, zogen die meisten Germanen in Richtung Oberrhein und Schwaben weiter. In diesen Kriegszeiten – vor etwa dreizehnnundert Jahren – kamen slawische Völker in das leer werdende Gebiet.

Slawenburg um 900 n. Chr
Slawenburg um 900 n. Chr

Die Heveller bauten Burgwälle an der Havel in Brandenburg und Spandau.  Der Hauptsitz der Sprewanen war die Köpenicker Schlossinsel an der Spree. Im Winter 928/929 konnte der Sachsen-König Heinrich I. (der Vogler) die Brandenburg erobern und sein Sohn Otto I. (der Große) teilte das Gebiet in die Nordmark und die Mark Lausitz. Von da an kämpften deutsche Adlige über 200 Jahre gegen die Slawen, die sich erbittert gegen die deutsche Herrschaft und die Christianisierung wehrten.

Berlins erste Siedler - Die Region um 1000 n. Chr
Berlins erste Siedler – Die Region um 1000 n. Chr

Im Sommer 1157 gewann Albrecht der Bär endgültig gegen den Sprewanenfürst Jaxa von Köpenick. Albrecht und seine Nachkommen gründeten weitere Dörfer, in denen Bauern und einfache Landarbeiter (Kossäten) lebten. Die slawischen (Wendischen) Fischer und Zeidler (Honigsammler) blieben in geschlossenen Kietzen unter sich. Als die adligen Ritter den alten Fernhandelsweg von Magdeburg nach Oderberg über die Furt umleiteten, kamen noch mehr Kaufleute in die Region. Das brachte dem dünn besiedelten ländlichen Durchgangsland den Aufschwung.

Cölln und Berlin – zwei kleine Marktorte an der Spree

Immer mehr Handwerker und Kaufleute zogen in die Region, um sich im wilden Osten eine neue Existenz aufzubauen.  Sie bauten an beiden Ufern der Spree-Furt Marktorte. Auf der Spreeinsel (Fischerinsel) entstand Cölln und auf der gegenüberliegenden rechten Uferseite Berlin.

Kloeden Plan Berlin um 1230
Das Zentrum von Cölln war die damalige Petrikirche am jetzigen Petriplatz an der Scharrenstraße.

Der Mittelpunkt der Schwesterstadt Berlin war die Nikolaikirche im heutigen Nikolaiviertel.

Die Urenkel von Albrecht dem Bären – die Brüder Johann I. und Otto der Fromme – verliehen beiden Orten im frühen Mittelalter (um 1250 nach Christus)  die Stadtrechte.

Berliner Stadtgründung: Die Markgrafenbrüder Johann I. und Otto III. - Denkmal von Max Baumbach in der Zitadelle Spandau - fotografiert von Ulrich Waack
Berliner Stadtgründung: Die Markgrafenbrüder Johann I. und Otto III. – Denkmal von Max Baumbach in der Zitadelle Spandau – fotografiert von Ulrich Waack

Stadtluft macht frei – Die Städter durften Grund besitzen und ihren Besitz vererben. Dies galt auch für Bauern, die aus den Dörfern in die Stadt zogen. Die Folge war ein Bauboom. Die Bürger bauten den Mühlendamm, an dem die Spree gestaut und Wassermühlen errichtet wurden. Bald enstanden eine zweite Verbindungstraße – die lange Brücke – und ein gemeinsames Rathaus. Mitte des 13. Jahrhunderts hatten die Städte eine gemeinsame Stadtmauer.

Reste der alten Berliner Stadtmauer in der Littenstraße zwischen Klosterkirche und Stralauer Tor
Reste der alten Berliner Stadtmauer in der Littenstraße zwischen Klosterkirche und Stralauer Tor

Die Schwesterorte werden Handels- und Residenzstädte

Die Askanier erliessen den Kaufleuten Zölle und erteilten Berlin Münzrecht. So kurbelten den Aufschwung in Berlin und Cölln weiter an. Auf dem Fisch- und dem Molkenmarkt wurde eifrig gehandelt: Tuch aus Flandern, Salz aus Halle, Hering von der Ostsee, Felle aus Russland sowie Holz und Roggen aus den umliegenden Dörfern. Franziskaner – und Dominikanermönche bauten Kirchen und Klöster. Immer mehr Arme und Hilfsbedürftige strömten in die Städte und so wurde am Spandauer Tor das erste Heilig-Geist-Spital errichtet.

Nach den Askaniern übernahmen die brandenburgischen Kurfürsten  (Hohenzollern) die Macht. Sie bauten sich prunkvolle Schlösser und machten die Städte politisch bedeutend – die Bürger verloren zunehmend ihre Freiheiten.

Grundriß der beiden kurfürstlichen Residenzstädte Berlin und Cölln um 1652 - von Johann Gregor Memhardt
Grundriß der beiden kurfürstlichen Residenzstädte Berlin und Cölln um 1652 – von Johann Gregor Memhardt
Als Friedrich I. 1709 preußischer König wird, fasste er die Städte Berlin und Cölln sowie die umliegenden Orte Friedrichswerder, Dorotheenstadt, Friedrichstadt und Neucölln am Wasser zur einer Hauptstadt zusammen – Berlin.

Mehr über Berlins erste Siedler und die Gründung der Stadt

Das Neue Museum auf der Museumsinsel informiert im Rundgang „Steinzeit – Eisenzeit – Bronzezeit„ über Ausgrabungen und Funde im Berliner Raum.

Das Archäologisches Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg an der Havel zeigt die frühe Kulturgeschichte in einer  Dauerausstellung.

Astrid Kuckartz schreibt in Ihrem Blog Berlin S 59 ausführlich über die frühe Besiedlung.

Beate Schubert von der Arbeitsgemeinschaft zur Wiedergewinnung des historischen Stadtkerns veröffentlicht auf Ihrer Webseite frühe Stadtpläne. 

Der Spiegel schreibt im März 2012 einen Artikel über Berlins vergessene Hälfte

Ein neues Stadtviertel in Mitte – die Europacity entsteht

Nördlich des Berliner Hauptbahnhofs ensteht Europacity – ein neues Stadtquartier. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat das Bauprojekt “Masterplan Berlin Heidestraße”  auf ihrer Webseite detailliert beschrieben.
Das Gebiet rund um die Heidstraße ist ein ehemaliger Mauerstreifen zwischen Ost- und Westberlin – derzeit ein Gewerbegebiet mit einem Containerbahnhof und Lagerhallen. Auf einem etwa  40 Hektar großen Areal zwischen Nordhafen, Heidestraße und Humboldthafen sollen Wohnungen gebaut und Räume für Büros und Läden entstehen.

Aufschwung und Fall der Heidestraße

Anfang des 18. Jahrhunderts lag das Areal noch ausserhalb der Stadtgrenzen. Das Militär übte hier auf Exerzierplätze und betrieb einige Kasernengebäude.  Zu Beginn des 19 Jahrunderts wurden Karl Friedrich Schinkel und Peter Joseph Lenné mit der Erstellung von Humbold – und Nordhafen beaufragt. Durch den folgenden Aufschwung der Eisenbahn entstanden der Hamburger Bahnhof, der Lehrter Bahnhof und die Trasse der Berliner Stadtbahn. Die Heidestraße wurde ein wichtiger Kreuzungs- und Umsteigepunkt in der Stadt. Die angrenzenden Orte Moabit und Wedding verwandelten sich  dicht besiedelte Stadtteile. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges wurde alles schwer zerstört und der Bau der Berliner Mauer brachte den Rest – das Areal wurde zur unbedeutenden Randlage.

Eine Europacity – viele Baupläne

Im Sommer 2006 begann man mit den ersten Planungen und  2009 wurde vom Senat ein Masterplan beschlossen, der die groben Ziele beschreibt. Die Eigentümer der Grundstücke sind die CA Immo und die Deutsche Bahn AG.  Sie managen die Planung und wollen in  zehn bis fünfzehn Jahren fertig sein.

B-Plan II-201c (direkt am Hauptbahnhof)

Berlin - Bauprojekt Europacity am Hauptbahnhof
Berlin – Bauprojekt Europacity am Hauptbahnhof

Laut diesem Plan wird der Europaplatz vor dem neuen Hauptbahnhof über die Invalidenstraße erweitert und soll dem Bahnhof ein großstädtisches Flair geben. Eine TRAM-Station ist bereits in Betrieb. Insgesamt sollen drei Hochhäuser entstehen. Das erste, die Deutschlandzentrale des Mineralölkonzerns TOTAL wurde 2012  fertig gestellt – der Tour Total am neuen Europaplatz.

Bauprojekt Europacity - Blick auf den Total-Tower
Bauprojekt Europacity – Blick auf den Total-Tower
Bauprojekt Europacity - Am Hauptbahnhof im Januar 2017
Bauprojekt Europacity – Am Hauptbahnhof im Januar 2017

Gleich neben dem erweiterten Europaplatz liegt das Museum für Gegenwart, der Hamburger Bahnhof. Hier entsteht ein Kunst- Campus mit Galerien, Ateliers und neuen Wohngebieten.

B-Plan 1-62a (westliche Heidestraße)

Bauprojekt Europacity - Blick auf die Baustelle von der Fennbrücke aus
Bauprojekt Europacity – Blick auf die Baustelle von der Fennbrücke aus

Dieser Plan beschreibt die Absichten auf dem ehemaligen Bahnareal. Hier sollen Wohn- und Bürogebäude, öffentliche Straßen, Plätze, Grünflächen und ein Nahversorgungszentrum gebaut werden. An der Lehrter Straße baut die Groth Gruppe Eigentumswohnungen. Wer das nötige Kleingeld (300.000 – 500.000 EUR ) hat, kann sich dort eine Wohnung kaufen. Vor allen 2 bis 3 Zimmer-Wohnungen sind noch zu haben.

Bauprojekt Europacity - Wohnungsbau an der Lehrter Straße
Bauprojekt Europacity – Wohnungsbau an der Lehrter Straße

Die Freiraumplanung

Die Parks und Grünflächen der neuen Europa-City sollen später vom Berliner Landschaftsarchitekekturbüro relais gestaltet werden, die beim Realisierungswettbewerb 2011 den 1. Preis gewonnen haben.

 

mehr darüber

Glaskubus und Turm für den Hauptbahnhof, Artikel aus dem Tagesspiegel vom 6.12.2016

Europacity: Ein neuer Stadtteil entsteht, Bericht rbb24 vom 27.12.2016

Christmas Garden im Botanischen Garten

An einem eiskalten verschneiten Winterabend haben meine Freundin und ich uns einen Spaziergang durch den bunt leuchtenden Christmas Garden im Botanischen Garten gegönnt. Der Bus M48 (Richtung Zehlendorf) hält direkt vor dem Eingang “Unter den Eichen”.

Vom 17. November bis zum 08. Januar war der Park abends ab 17:00 Uhr geöffnet. Die Außenanlagen des botanischen Gartens wurden mit über einer Million Lichtpunkten, tausenden Lichterketten und leuchtenden 3D-Figuren illuminiert. Veranstalter des weihnachtliche Events war die Concert Concept Veranstaltungs-GmbH in Berlin. Das Licht-Design und die technische Umsetzung übernahm die Firma Hans Boehlke  aus Berlin-Reinickendorf.

Christmas Garden - Eingang zum botanischen Garten - Unter den Eichen
Christmas Garden – Eingang zum botanischen Garten – Unter den Eichen

Gleich hinter dem Eingang begann ein etwa anderthalb Kilometer langer Rundgang. Dank gezielter Absperrungen wurde man perfekt geführt und konnte sich nicht verlaufen. 🙂

Christmas Garden - Lageplan
Christmas Garden – Lageplan

Zuerst wurde man – vorbei an Himmelsleuchten und der Allee der Kirschen – zur Futterkrippe geführt. Direkt vor den Gewächshäusern gab es einige Buden mit typisch weihnachtlichen Leckereien: Glühwein & Kinderpunsch, Tee, Bratwurst und Crepes. Etwas versteckter lag die Eisscholle, eine kleine Eisbahn mit einen Schlittschuhverleih.

Christmas Garden - Himmelsleuchte vor der Allee der Kirschen
Christmas Garden – Himmelsleuchte vor der Allee der Kirschen
Christmas Garden - Allee der Kirschen
Christmas Garden – Allee der Kirschen
Christmas Garden - Himmelsleuchten
Christmas Garden – Himmelsleuchten

Wir haben uns mit einem Glühwein an den rustikalen Feuerschalen aufgewärmt und die Aussicht auf den Glühwürmchengarten genossen.

Christmas Garden - Aussicht auf den Glühwürmchengarten
Christmas Garden – Aussicht auf den Glühwürmchengarten
Christmas Garden - Leuchtkugel im Glühwürmchengarten
Christmas Garden – Leuchtkugel im Glühwürmchengarten

Aufgewärmt und neugierig sind wir weiter durch die Winterwelt und haben uns von den wunderschönen Illuminationen verzaubern lassen.

Christmas Garden – Naturgewalt im Lichterglanz
Christmas Garden – Naturgewalt im Lichterglanz
Christmas Garden – Graffitis-X-mas
Christmas Garden – Graffitis-X-mas
Christmas Garden – Zauberwald
Christmas Garden – Zauberwald
Christmas Garden – Rudolph und seine Freunde
Christmas Garden – Rudolph und seine Freunde
Christmas Garden - Eisrosenteich
Christmas Garden – Eisrosenteich

Die Idee kommt aus London, wo der königliche Botanische Garten (Royal Botanic Garden in Kew ) schon seit einigen Jahren zur Weihnachtszeit beleuchtet wird.

Fazit: Nicht gerade günstig (€ 19,-) aber es lohnt sich. Den Christmas Garden  besser nach Weihnachten und Silvester besuchen. Dann ist es nicht so voll und oft auch nicht regnerisch 🙂

Die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße

Im Kiezdreieck Wedding, Gesundbrunnen und Mitte befindet sich die Gedenkstätte Berliner Mauer. Sie verläuft über 1,4 km entlang der Bernauer Straße. Eine Straßenseite lag im Ostteil und die andere im Westteil der Stadt. Der Verlauf der Berliner Mauer wurde mit Metallstangen nachgebildet.

Gedenkstätte Berliner Mauer - Metallstangen erinnern an den Verlauf
Gedenkstätte Berliner Mauer – Metallstangen erinnern an den Verlauf
Gedenkstätte Berliner Mauer - Echte Mauerreste
Gedenkstätte Berliner Mauer – echte Mauerreste

Das Gedenkstättenareal gliedert sich in vier Bereiche. Wir sind an der U-Bahnstation Bernauer Straße ausgestiegen und bis zum S-Bahnhof Nordbahnhof gelaufen – also rückwärts von D nach A 🙂

Zone D beschreibt den Alltag an der Mauer und Zone C den Bau der Mauer. An den Häuser-Fassaden erzählen Fototafeln die Geschichte vom Errichten der Mauer am 13. August 1961 bis zum Abriss am 9. November 1989.

Gedenkstätte der Berliner Mauer - Fototafeln an den Häuserfassaden
Gedenkstätte der Berliner Mauer – Fototafeln an den Häuserfassaden

Im Bereich B geht es um die Zerstörung der Stadt. Hier befindet sich die Kapelle der Versöhnung.

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Gedenkstätte der Berliner Mauer – Imposantes Graffiti an einer Hausfassade

Der Bereich A thematisiert die Mauer und den Todesstreifen. Ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft zeigt Porträts der “Mauertoten” – erschreckend wie viele es waren.

Gedenkstätte der Berliner Mauer - Gedenkmauer der Opfer
Gedenkstätte der Berliner Mauer – Gedenkmauer der Opfer

Von der Aussichtsplattform des Treppenhauses des Besucherzentrums kann man sich einen Wachturm im Grenzstreifen ansehen.

Gedenkstätte der Berliner Mauer - Wachturm im Grenzgebiet
Gedenkstätte der Berliner Mauer – Denkmal Wachturm im Grenzgebiet

Abschließend wird im S-Bahnhof Nordbahnhof die Fotoausstellung “Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin präsentiert”.

Die Haltestelle “Gedenkstätte Berliner Mauer” der TRAM-Linie M10 befindet sich direkt vor dem Besucher- und Dokumentationszentrum. Es ist dienstags bis sonntags von 10 – 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Gedenkstätte der Berliner Mauer - Besucherzentrum
Gedenkstätte der Berliner Mauer – Besucherzentrum

Im Gebäude werden auf zwei Etagen interessante historische Fotos und Plakate ausgestellt.

Gedenkstätte der Berliner Mauer - Bild der Fotoausstellung im Besucherzentrum
Gedenkstätte der Berliner Mauer – Bild der Fotoausstellung im Besucherzentrum
Gedenkstätte der Berliner Mauer - Bild der Fotoausstellung im Besucherzentrum
Gedenkstätte der Berliner Mauer – Bild der Fotoausstellung im Besucherzentrum

Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist bei schönem Wetter ein lohnenwertes Ausflugsziel – sowohl für Touristen als auch für interessierte Berliner.